Veraltete Grafik von Atomfall deckt große Probleme mit PS5 und Xbox Series X/S auf

Veraltete Grafik von Atomfall deckt große Probleme mit PS5 und Xbox Series X/S auf

Atomfall gilt als eines der herausragendsten RPGs des Jahres 2025 und bietet Spielern eine einzigartige Mischung aus Mystery, nichtlinearem Storytelling und Survival-Mechaniken. Dieses immersive Erlebnis fesselt die Spieler von Anfang an. Die eindrucksvolle Kulisse im atemberaubenden britischen Lake District ist zwar ein besonderes Highlight, doch einige technische und visuelle Hürden trüben den Gesamteindruck.

Die Meinungen zu Atomfall gehen auseinander und deuten darauf hin, dass das Spiel eine deutliche Last-Gen-Atmosphäre verströmt. Beobachter meinen, man könne seine Vorzüge am besten durch das eigene Erleben würdigen, anstatt sich nur auf Trailer oder komprimierte Gameplay-Videos auf Plattformen wie YouTube zu verlassen. Auch wenn diese Einschätzung für manche entmutigend sein mag, unterstreicht sie doch eine allgemeinere Besorgnis im Zusammenhang mit den heutigen Systemen der aktuellen Generation, insbesondere der beeindruckenden PS5 und Xbox Series X/S.

Die Grafik von Atomfall entspricht nicht den aktuellen Erwartungen

Probleme mit Texturen von geringer Qualität und Anti-Aliasing

Charakterdialog in Atomfall
Roboter läuft im Wyndham Village in Atomfall
Blick auf ein Dorf in Atomfall

Wie das Team von Digital Foundry hervorhebt, enttäuscht die Grafikqualität von Atomfall teilweise. Ihre Analyse unterstreicht, dass das Spiel zwar atemberaubende Landschaften bietet, aber dennoch mit visuellen Unstimmigkeiten behaftet ist, darunter niedrig aufgelöste Texturen, wackeliges Anti-Aliasing, das zu Bildflimmern führt, und unzuverlässige Reflexionen im Wasser.

Aufgrund dieser Faktoren stufte Digital Foundry Atomfall als „ablenkend letzte Generation“ ein – eine ziemlich harte Bewertung für ein Spiel, das 2025 veröffentlicht wurde, insbesondere fünf Jahre nach dem Produktlebenszyklus der PS5 und Xbox Series X/S. Angesichts der Gerüchte über die PS6 und andere Next-Gen-Konsolen ist es enttäuschend, dass Titel gegen Ende der Konsolen-Lebensdauer erscheinen, die an die vorherige Generation erinnern. Dennoch gleichen das fesselnde Setting und die bemerkenswerte künstlerische Leitung des Spiels die technischen Mängel etwas aus.

Künstlerische Leitung steigert das visuelle Erlebnis

Eine atemberaubende künstlerische Leitung trotz technischer Mängel

Ein von violettem Licht erleuchtetes Dorf in Atomfall.

Es ist wichtig zu wissen, dass Atomfall generationsübergreifend erscheint, was angesichts des aktuellen Jahres überraschend sein mag. Das Spiel ist auf mehreren Plattformen verfügbar, darunter PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X/S. Diese breite Kompatibilität erforderte erhebliche Kompromisse, was zu einer lobenswerten Leistung auf Kosten der visuellen Wiedergabetreue führte. Interessanterweise könnte dies eine mögliche Veröffentlichung auf der kommenden Nintendo Switch 2 als Launch-Titel eines Drittanbieters ermöglichen.

Ungeachtet dieser Faktoren nutzt Atomfall seine beeindruckende künstlerische Leitung, um ein visuell ansprechendes Erlebnis zu gewährleisten. Trotz gelegentlich flackernder Bildschirme und verschwommener, entfernter Objekte – ähnlich den visuellen Unstimmigkeiten in Final Fantasy VII Rebirth – fesseln die atemberaubenden Umgebungen die Spieler und lassen sie über diese technischen Mängel hinwegsehen.

Unterschiede zwischen der Bildqualität der nächsten und der letzten Generation

Stecken wir in der Vergangenheit fest?

Eine Figur aus Starfield beobachtet einen Außenposten von oben.

Atomfall ist mit seiner Last-Gen-Ästhetik kein Einzelfall; auch andere Titel wie Starfield erinnern an vergangene Konsolengenerationen und scheinen optisch auf der Xbox One spielbar zu sein, obwohl veraltete Ladebildschirme und spärliche Umgebungen erhalten bleiben. Auch Star Wars Jedi: Survivor wurde für seine plattformübergreifende Performance kritisiert, was die dringende Notwendigkeit für Entwickler unterstreicht, sich von Konsolen zu verabschieden, die schon vor fünf Jahren hätten aus dem Verkehr gezogen werden sollen.

Die scheinbare Stagnation der visuellen Verbesserungen über Generationen hinweg lässt sich größtenteils auf eine deutlich geringere Lücke in der grafischen Wiedergabetreue im Vergleich zu den Übergängen von Plattformen wie der PS3 zur PS4 zurückführen. Zwar wurden technologische Fortschritte erzielt, die einige Spiele hervorragend aussehen lassen, doch der durchschnittliche Spieler hat oft Schwierigkeiten, nennenswerte Unterschiede zu erkennen, es sei denn, er analysiert die Spiele der Vorgängergeneration direkt nebeneinander.

Beispielsweise zeigt Marvel’s Spider-Man 2 zwar eine technologische Überlegenheit gegenüber seinem Vorgänger, der Unterschied ist im Spielverlauf jedoch subtil. Dasselbe gilt für viele führende PlayStation-Titel, darunter God of War Ragnarök. Diese Beobachtung soll die Qualität aktueller AAA-Spiele nicht schmälern, sondern verdeutlicht vielmehr die potenziellen Grenzen sichtbarer Verbesserungen zwischen den Generationen. Hier spielt die Art Direction eine entscheidende Rolle, wie Atomfall eindrucksvoll zeigt.

Quellen: Eurogamer, Digital Foundry/YouTube

Quelle & Bilder

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