
Das Wiederaufleben von David Ayer im Kino: Spotlight auf „A Working Man“
David Ayers kommender Film „ The Beekeeper“, der 2024 in die Kinos kommen soll, markiert einen bedeutenden Wendepunkt in seiner Karriere und erwies sich als genau das, was der Arzt verordnet hatte. Der Action-Thriller mit Jason Statham in der Hauptrolle wurde ein Erfolg bei den Kritikern und spielte bei einem bescheidenen Budget von 40 Millionen Dollar über 160 Millionen Dollar ein. Es war der zweiterfolgreichste Film des Filmemachers und entstand zu einem entscheidenden Zeitpunkt nach einer turbulenten Zeit nach der Veröffentlichung von „ Suicide Squad“ im Jahr 2016. Ayer und Statham erkannten das Potenzial ihrer neuen Partnerschaft und taten sich für den kommenden Film „A Working Man“ rasch wieder zusammen, der Chuck Dixons erstes Buch der Reihe „Levon’s Trade“ adaptiert.
Neue Richtungen und narrative Ebenen
Sylvester Stallone hatte zunächst den Drehbuchentwurf verfasst und ihn dann Statham übergeben. Dieser erkannte das Potenzial für eine fesselnde Geschichte rund um den Arbeiter Levon Cade. In dieser packenden Geschichte muss Levon seine Vergangenheit als Kommando der Royal Marines nutzen, um die entführte Tochter seines Chefs, gespielt von Michael Peña, zu retten. Nach dem Erfolg von „Der Bienenhalter “ war Statham überzeugt, dass Ayer der richtige Regisseur war, um das Drehbuch zu einem fesselnden Film umzuwandeln.
In einem Interview mit dem Hollywood Reporter reflektierte Ayer seine Vision und erklärte: „Bei der Neufassung ging es darum, die familiäre und herzliche Atmosphäre des Films zu verstärken und ihn nach Chicago zu verlegen. Der Film spielte ursprünglich in Tampa, Florida, daher gab es viele kleine Änderungen.“ Er betonte seinen Wunsch, seinen einzigartigen Erzählstil in die Geschichte einzubringen, und fühlte sich durch Stallones Arbeit bestärkt.
Ayers Reise und zukünftige Projekte
In einem früheren Gespräch mit THR im Jahr 2024 hatte Ayer fast die Hoffnung auf die Veröffentlichung seines Director’s Cut von Suicide Squad aufgegeben. Obwohl es von DC Studios wenig Rückmeldung gab, versteht er, dass James Gunn, der Co-CEO, die neue Ausrichtung des DC-Universums festigen muss, bevor er sich wieder früheren Projekten zuwendet.
Ayer äußerte: „Das ist absolut fair von ihnen … allein schon im Interesse aller, die an [Suicide Squad 2016] mitgearbeitet haben, verdient es wirklich, gesehen zu werden.“ Er ist zwar stolz auf seine Arbeit, erkennt aber auch die Herausforderungen an, die mit dem Erbe der Franchise verbunden sind.
Am Horizont: „Heart of the Beast“
Während Ayer auf die Weiterentwicklung seiner früheren Projekte wartet, arbeitet er weiter an seinem kommenden Film „ Heart of the Beast“ mit Brad Pitt, dem Star aus Ayers gefeiertem Film „Fury“ (2014).Der Film basiert auf Cameron Alexanders Drehbuch und erzählt die Geschichte eines ehemaligen Soldaten und seines Kriegshundes, die in der Wildnis Alaskas gestrandet sind. Mit Mauro Fiore als Kameramann ist Ayer überzeugt, dass dieser Film ein beeindruckendes Kinoerlebnis bieten wird.
„Ich habe eines der besten Drehbücher in die Hände bekommen, die ich je gelesen habe, und dachte mir: ‚Ich muss Regie führen.‘ Ich konnte mir auch niemand anderen als Brad vorstellen“, erzählte Ayer und drückte seine Begeisterung für die Zusammenarbeit aus. Dieses Projekt verspricht ein erstklassiger Film zu werden, der an den Kinokassen große Erfolge erzielen wird.
Dialog mit David Ayer: Aufschlussreiche Überlegungen
Wir haben zuletzt für „The Beekeeper“ gesprochen, und ich habe mich sehr über Ihren Erfolg gefreut, sowohl bei den Kritikern als auch an den Kinokassen. Fühlten Sie sich dadurch irgendwie verjüngt?
Das habe ich. Ich habe diesen Film mit der Idee gemacht, wirklich etwas für das Publikum zu schaffen und gleichzeitig einen kommerziellen Film zu produzieren. Gleichzeitig habe ich mein Filmemacherherz bewiesen. Und diese Arbeit hat mich zwar nicht überrascht, aber sie hat mich auf jeden Fall sehr bestärkt.
Im Rückblick auf die Zusammenarbeit mit Statham lobte Ayer die Chemie zwischen ihnen und wies darauf hin, dass sie ihren Ansatz für dieses neue Projekt neu definiert hätten. Ayer lässt sich von den Actionfilm-Klassikern der 80er und 90er Jahre inspirieren und möchte Stathams Rolle Tiefe verleihen und gleichzeitig für dramatischere Momente sorgen.
In einer Diskussion über die Drehbuchüberarbeitung von Stallones Entwurf betonte Ayer die Notwendigkeit, Familiendynamiken einzubinden und die Geschichte gleichzeitig nach Chicago zu verlegen, um eine Erzählung zu schaffen, die besser zu seinem Stil passt. Er zeigte sich begeistert über die erneute Zusammenarbeit mit Peña und würdigte dessen schauspielerische Fähigkeiten, die seine Figuren meisterhaft verkörpern.
Themen und zukünftige Möglichkeiten erkunden
Die Dynamik in Ayers Werken erforscht oft die Menschlichkeit, die in Figuren mit komplexen Hintergründen steckt. In seinen neuesten Projekten versucht er, diese Themen aufrechtzuerhalten und sieht Potenzial für Fortsetzungen, insbesondere bei „A Working Man“.
Was die Zukunft des DC-Universums und seine Version von „Suicide Squad“ angeht, bleibt Ayer realistisch und unterstützt die neue Richtung unter Gunn, während er sich weiterhin dafür einsetzt, dass seine Version mit den Fans geteilt wird, da er glaubt, dass sie seiner Vision voll und ganz gerecht wird.
Mit Blick auf die Zukunft, mit „Heart of the Beast“ am Horizont und neuen Möglichkeiten in der Pipeline, ist Ayer bereit, der Filmlandschaft erneut seinen Stempel aufzudrücken.
*** „A Working Man“ soll am 28. März in die Kinos kommen.
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