So beschleunigen Sie Ihren neuen Computer: 6 Tipps zur Verbesserung der Windows-Leistung
Endlich hast du deinen brandneuen Laptop – ausgepackt, mit WLAN verbunden und startklar – aber er ist quälend langsam? Ja, das kommt häufig vor, vor allem, weil Hersteller gerne Unmengen an Apps, sogenannte Bloatware, vorinstallieren, die nur unnötig Ressourcen verbrauchen. Selbst neue Geräte können beim Hochfahren oder beim Starten einfacher Apps träge sein. Zum Glück gibt es einige effektive Maßnahmen, um die Geschwindigkeit deutlich zu steigern, und die meisten davon erfordern kein fortgeschrittenes IT-Wissen. Wenn du es satt hast, ewig auf dein neues Gerät zu warten, solltest du Folgendes zuerst ausprobieren.
Ja, selbst brandneue Laptops können noch mit überflüssigen Standardeinstellungen, Hintergrundprozessen oder unnötigen Apps zu kämpfen haben. Durch deren Behebung läuft Ihr Gerät flüssiger und Sie sparen sich viel Ärger. Schauen wir uns also an, was wirklich funktioniert – ohne Schnickschnack, nur praktische Lösungen, damit Ihr neuer Laptop optimal funktioniert.
Wie man einen neuen, langsamen Laptop beschleunigt
Deaktivieren Sie Autostartprogramme, damit Ihr Laptop schneller hochfährt.
Das ist ein Klassiker. Ihr neuer Rechner kommt wahrscheinlich mit einem halben Dutzend vorinstallierter Apps, die beim Windows-Start automatisch starten – darunter auch eher unwichtige. Jede dieser Apps belastet das System und verlangsamt den Startvorgang. Sie zu deaktivieren ist einfach und macht tatsächlich einen Unterschied.
- Drücken Sie diese Taste Ctrl + Shift + Esc, um den Task-Manager zu öffnen. Falls Ihnen das nicht zusagt, können Sie auch die entsprechende Taste drücken und den Task-ManagerCtrl + Alt + Del von dort aus auswählen.
- Wechseln Sie zur Registerkarte „Autostart“. Dort sehen Sie eine Liste der Programme, die beim Windows-Start automatisch gestartet werden, sowie eine Einschätzung ihrer Auswirkungen (z. B.hoch oder niedrig).
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine App mit hohem Ressourcenverbrauch oder eine, die Sie nicht sofort benötigen, und wählen Sie dann „Deaktivieren “.Seien Sie vorsichtig, aber ehrlich gesagt lässt sich die meiste Bloatware problemlos deaktivieren.
Warum ist das hilfreich? Nun, es verkürzt die Zeit, bis Ihr Computer nach dem Einschalten einsatzbereit ist. Sie können mit einem schnelleren Start und weniger Hintergrundverzögerungen rechnen. Beachten Sie jedoch: Falls eine Anwendung ausgeführt wird, können Sie sie hier deaktivieren. Sie wird Ihnen aber weiterhin angezeigt, wenn sie aktiv ist. Zum schnellen Beenden gehen Sie zum Tab „Prozesse“, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Programm und wählen Sie dann „ Task beenden“.
Bei manchen Konfigurationen kann dies etwas knifflig sein und nicht sofort funktionieren – ein Neustart kann die Änderung manchmal wirksamer machen. Achten Sie einfach darauf, was benötigt wird und was nicht.
Entfernen Sie Bloatware, um Systemressourcen freizugeben.
Die meisten neuen Laptops werden mit einer Unmenge vorinstallierter Apps vom Hersteller ausgeliefert. Einige sind nützlich, die meisten jedoch unnötig, da sie CPU und RAM beanspruchen und dadurch alles träge machen. Durch deren Deinstallation lässt sich Speicherplatz und Rechenleistung deutlich freigeben.
- Öffnen Sie die Systemsteuerung (falls sie nicht in Ihrer Taskleiste angezeigt wird, suchen Sie im Startmenü nach „Systemsteuerung“).
- Klicken Sie auf „Programm deinstallieren“.
- Wählen Sie die Apps aus, die Sie nicht kennen oder nicht verwenden, und klicken Sie auf „Deinstallieren“. Unter Windows 11 können Sie auch zu „Einstellungen“ > „Apps“ > „Installierte Apps“ gehen und die Apps von dort deinstallieren.
Für einen schnelleren Weg tippen Sie Win + Iauf die Einstellungen und navigieren Sie dann zu Apps > Installierte Apps. Dort genügt ein Klick auf das Dreipunkt-Menü neben der App und die Auswahl von „Deinstallieren“.
Alternativ können Sie Tools von Drittanbietern wie Winaero Tweaker oder PC Decrapifier verwenden, ich bevorzuge jedoch die integrierten Deinstallationsprogramme. Beachten Sie, dass manche unnötige Programme hartnäckig sein oder nach Updates wieder auftauchen können.Überprüfen Sie dies daher gelegentlich.
Energiesparmodus deaktivieren – Weil Windows gerne faul ist
Das ist etwas seltsam, aber … Windows aktiviert gerne den Energiesparmodus, wenn der Akku fast leer ist, und drosselt dabei oft die Leistung, um Strom zu sparen. Der Nachteil? Ihr neu gekaufter Laptop fühlt sich jetzt an, als würde er in Zeitlupe laufen.
Um das Problem zu beheben, schließen Sie einfach das Ladegerät an. Windows wechselt dann normalerweise in den Energiesparplan „Ausbalanciert“ oder „Höchstleistung“, was die Leistung erhöht. Wenn Sie den Akku nutzen und das Gerät nicht an das Ladegerät anschließen möchten, gehen Sie zu Systemsteuerung > Hardware und Sound > Energieoptionen. Dort können Sie einen anderen Energiesparplan wie „Ausbalanciert“ oder „Höchstleistung“ auswählen.
Und noch ein Hinweis: Wenn Sie Ihren Laptop im Akkubetrieb ohne Netzanschluss schnell halten möchten, sollten Sie gegebenenfalls den Energiesparplan anpassen, damit Windows die CPU- und GPU-Geschwindigkeit nicht zu stark drosselt. Das kann einen großen Unterschied machen.
Prüfen Sie, ob Windows-Updates verfügbar sind – denn das System benötigt noch Optimierungen.
Manche neue Laptops werden mit der Standard-Windows-Version und möglicherweise einigen ausstehenden Updates ausgeliefert. Wenn Updates im Hintergrund heruntergeladen oder installiert werden, kann dies die Leistung beeinträchtigen, insbesondere wenn der Computer mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführt.
Schauen Sie in der Taskleiste nach – ob dort das Windows Update-Symbol angezeigt wird – oder gehen Sie zu Einstellungen > Windows Update. Falls Updates heruntergeladen oder installiert werden, warten Sie am besten, bis der Vorgang abgeschlossen ist, bevor Sie rechenintensive Aufgaben ausführen. Danach sollte Ihr System deutlich schneller laufen.
Sie möchten mehr Kontrolle? Sie können die Update-Einstellungen so anpassen, dass Sie vor dem Herunterladen oder Installieren von Updates gefragt werden. Um dies sicher durchzuführen, sichern Sie vorher Ihre Registrierung: Win + R, geben Sie „register“ ein regeditund drücken Sie die Eingabetaste. Navigieren Sie zu:
Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows, wählen Sie Neu > Schlüssel und nennen Sie ihn WindowsUpdate. Erstellen Sie darin einen weiteren Schlüssel namens AU. Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste in den rechten Bereich, wählen Sie Neu > DWORD-Wert (32-Bit) und nennen Sie ihn AUOptions. Doppelklicken Sie darauf und setzen Sie den Wert auf 2. Dadurch fragt Windows vor dem Herunterladen von Updates nach, sodass Sie mehr Kontrolle haben.
Stellen Sie sicher, dass die Spezifikationen Ihres Laptops Ihren Bedürfnissen entsprechen.
Manchmal liegt die Langsamkeit eines neuen Laptops einfach an einer Hardware-Inkompatibilität. Vielleicht ist ein Einsteiger-Prozessor oder zu wenig Arbeitsspeicher verbaut, der selbst bei einem brandneuen Gerät nicht ausreicht. Das ist zwar ärgerlich, aber es lohnt sich, das zu überprüfen.
Um zu sehen, was Sie haben, öffnen Sie Einstellungen > System > Info und werfen Sie einen Blick auf die Spezifikationen. Wenn der Arbeitsspeicher zu gering ist ( weniger als 8 GB sind riskant ) oder Ihr Prozessor bald den Geist aufgibt, zögern Sie nicht, das Gerät zurückzugeben oder umzutauschen. Falls Aufrüstungsoptionen wie mehr Arbeitsspeicher oder der Austausch gegen eine SSD verfügbar sind (SSDs beschleunigen das System enorm), sollten Sie ein Upgrade in Betracht ziehen. Beachten Sie jedoch, dass dies in der Regel nicht von der Standardgarantie abgedeckt ist und möglicherweise die Hilfe eines Technikers erfordert.
Beim nächsten Mal solltest du nicht nur auf den Preis achten, sondern auch die technischen Daten prüfen. Man übersieht das leicht, aber es macht einen großen Unterschied im täglichen Gebrauch.
Halten Sie Ihren PC in Topform – regelmäßige Wartung ist wichtig.
Sobald alle Schnelllösungen durchgeführt sind, hilft es auch, den Rechner regelmäßig zu optimieren. Das Löschen temporärer Dateien (versuchen Sie es mit Datenträgerbereinigung oder Speicheroptimierung), das Entfernen nicht benötigter Browsererweiterungen und das Durchführen von Malware-Scans machen einen großen Unterschied. Erwägen Sie außerdem, Ihre Festplatte zu defragmentieren, falls es sich um eine herkömmliche HDD (keine SSD) handelt. Wenn der Rechner mit der Zeit sehr langsam wird, hilft oft eine Neuinstallation.
Profi-Tipp: Sollten die Leistungsprobleme anhalten, empfiehlt sich ein Virenscan – Schadsoftware und Spyware können sich verstecken und das System unerwartet ausbremsen. Auch das Löschen alter Dateien und Datenmülls kann Ressourcen freigeben und die Leistung Ihres Rechners verbessern.
Hoffentlich erspart das jemandem ein paar Stunden Frust. Neue Laptops sollen zwar von Haus aus schnell sein, aber ein bisschen Aufräumen und Optimieren kann einen enormen Unterschied machen. Viel Erfolg!
Zusammenfassung
- Unnötige Autostartprogramme deaktivieren
- Entfernen Sie Bloatware von Ihrem System
- Schalten Sie den Energiesparmodus aus oder wechseln Sie zu einem energiesparenderen Energiesparplan.
- Windows-Updates prüfen und verwalten
- Überprüfen Sie die Spezifikationen Ihres Geräts – führen Sie gegebenenfalls ein Upgrade durch.
- Warten Sie Ihr System regelmäßig, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.
Zusammenfassung
Einen neuen Laptop reibungslos zum Laufen zu bringen, ist nicht immer einfach, aber diese Schritte sollten Ihnen helfen. Bedenken Sie, dass die Hardware manchmal mehr Probleme hat als erwartet, insbesondere bei schwächeren Spezifikationen. Die meisten Leistungsprobleme lassen sich jedoch mit etwas Geduld und einigen Anpassungen der Einstellungen beheben. Hoffentlich hilft dies jemandem, seinen neuen Laptop endlich flüssig zum Laufen zu bringen.
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