So entfernen Sie Linux-Anwendungen von Ihrem Chromebook



Chromebooks bieten eine praktische Funktion zum Ausführen von Linux-Apps – praktisch für Entwickler oder zum Herumspielen. Doch natürlich sind nicht alle Linux-Apps dauerhaft nützlich und manchmal stören sie die Umgebung, insbesondere wenn man sie selten nutzt. Die Schwierigkeit dabei? Die Deinstallation dieser Apps bedeutet nicht immer, die gesamte Linux-Umgebung zu entfernen. Manchmal möchte man nur eine bestimmte App loswerden, ohne den Rest des Setups zu verändern.

Hier ist eine Anleitung, die Sie durch die Deinstallation von Linux-Apps von einem Chromebook führt. Die Deinstallation unterscheidet sich etwas von der normalen Windows- oder macOS-Deinstallation, da Sie entweder im Launcher herumklicken oder Befehle im Terminal eingeben. Beachten Sie, dass einige über Flatpak oder Snap installierte Apps spezielle Befehle benötigen und manche Linux-Apps möglicherweise nicht direkt im Launcher angezeigt werden. Es ist zwar etwas umständlich – ähnlich wie Chrome OS selbst –, aber dennoch machbar.

So deinstallieren Sie Linux-Apps auf Chromebook

Den App Launcher verwenden – Der einfache Weg

Dies ist wahrscheinlich die einfachste und unkomplizierteste Methode.Öffnen Sie einfach den App Launcher, suchen Sie Ihren Linux-App-Ordner und deinstallieren Sie die App von dort aus. Die Deinstallation funktioniert einwandfrei, wenn die Apps im Launcher aufgelistet sind, was in den meisten Fällen der Fall ist.

  • Öffnen Sie den App Launcher, indem Sie unten links auf das Kreis- (oder Ring-)Symbol klicken, und suchen Sie dann den Ordner mit der Bezeichnung „Linux-Apps“.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die App, die Sie entfernen möchten. Normalerweise wird ein Kontextmenü angezeigt.
  • Wählen Sie Deinstallieren. Dies sollte die meisten Anwendungen abdecken, die aus der Debian-Umgebung oder Standard-Linux-Apps installiert wurden.
  • Warten Sie einen Moment, und die App sollte verschwinden. Manchmal bleiben möglicherweise noch Restdateien zurück, aber im Allgemeinen ist sie ziemlich sauber.

Diese Methode ist zwar genial, funktioniert aber nicht immer bei Apps, die über Flatpak oder Snap installiert wurden, oder wenn die Apps nicht ordentlich im Launcher angezeigt werden. In diesen Fällen müssen Sie im Terminal selbst Hand anlegen.

Deinstallation über das Terminal – Der aufwendigere Weg

Diese Methode ist flexibler und manchmal sogar notwendig – insbesondere, wenn Sie die App über Kommandozeilentools wie apt, Flatpak oder Snap installiert haben. Warum? Weil Linux diese Apps nicht immer automatisch im Launcher registriert und Sie ein wenig Kommandozeilen-Magie benötigen, um sie zu löschen.

Hinweis: Sie müssen das Linux-Terminal öffnen. Es befindet sich normalerweise im Linux-Apps- Ordner oder in der Taskleiste, wenn Sie es angeheftet haben. Falls es dort nicht zu finden ist, überprüfen Sie es unter Einstellungen > Linux (Beta) und aktivieren Sie es bzw.reaktivieren Sie es. In manchen Fällen müssen Sie Linux komplett neu einrichten, wenn es Probleme gibt.

Deinstallieren von mit apt-get installierten Apps

  • Starten Sie das Terminal aus Linux-Apps – entweder über den Launcher oder das Taskleistensymbol.
  • Um alle installierten Apps anzuzeigen, können Sie ausführen dpkg --list. Es ist hilfreich zu wissen, was vorhanden ist, bevor Sie es entfernen.
  • Wenn Sie GIMP deinstallieren möchten (ein gängiges Beispiel), geben Sie Folgendes ein: sudo apt-get remove gimp.
  • Möglicherweise werden Sie gefragt, ob Sie sicher sind. Drücken Sie zur Bestätigung Y (für Ja).
  • Sobald dies erledigt ist, wird die App gelöscht, die Konfigurationsdateien bleiben jedoch möglicherweise bestehen, wenn Sie dies nicht tun sudo apt-get purge gimp.

Hinweis: Manchmal müssen Sie sudo apt-get autoremovenachträglich noch verbleibende Abhängigkeiten bereinigen. Dies trägt dazu bei, Ihr System schlank zu halten.

Flatpak-Apps entfernen – etwas anders

  • Wenn Sie Apps über Flatpak installiert haben, öffnen Sie das Terminal und überprüfen Sie mit:, was installiert ist flatpak list.
  • Um eine bestimmte App zu deinstallieren, führen Sie Folgendes aus: sudo flatpak uninstall package_name. Ersetzen Sie package_name durch die tatsächliche App-ID, die Sie aus der Liste erhalten.
  • Beispielsweise das Entfernen von über Flatpak installiertem GIMP: sudo flatpak uninstall org.gimp. GIMP.

Entfernen von über Snap installierten Apps

  • Gleiches gilt: Überprüfen Sie, was mit installiert ist snap list.
  • Deinstallieren Sie mit: sudo snap remove package_name. Ersetzen Sie erneut package_name durch den Namen, den Sie in der Liste sehen.

In manchen Setups funktionieren Befehle möglicherweise nicht gleich beim ersten Versuch wie erwartet. Manchmal müssen Sie diese Befehle zweimal ausführen oder die Linux-Umgebung oder sogar das Chromebook selbst neu starten. Das ist etwas seltsam, aber so ist Linux auf Chrome OS – immer etwas Unvorhersehbares.

Zusammenfassung

Das Entfernen von Linux-Apps auf einem Chromebook ist zwar nicht so einfach wie das Klicken auf „Deinstallieren“, aber es ist machbar. Die Launcher-Methode ist am einfachsten, aber für alles, was über Kommandozeilentools installiert wurde, reichen ein paar Terminalbefehle. Denken Sie daran: Wenn Sie Apps aus verschiedenen Quellen installiert haben, müssen Sie für jede App den entsprechenden Deinstallationsbefehl verwenden – apt, Flatpak, Snap usw.

Zusammenfassung

  • Verwenden Sie den App Launcher für die schnelle, integrierte Deinstallationsoption.
  • Verwenden Sie Terminalbefehle sudo apt-get removefür Debian-Apps.
  • Wenn es sich bei den Apps um Flatpak oder Snap handelt, führen Sie sie aus flatpak uninstalloder sudo snap remove.
  • Manchmal müssen Sie einen Neustart durchführen oder Befehle zweimal ausführen – Linux auf Chrome OS ist unberechenbar.

Daumen drücken, das hilft

Alles in allem ist die Deinstallation einzelner Linux-Apps kein Hexenwerk, aber man wird hier und da auf Macken stoßen. Auf einem Rechner funktioniert es reibungslos, auf einem anderen muss man Befehle erneut ausführen oder einen Neustart durchführen, um alles zu löschen. Nichts Außergewöhnliches, nur typische Linux-Probleme gemischt mit Chrome OS-Macken. Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden.



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