So erfassen Sie Ihren Bildschirm in Ubuntu 24.04 LTS



Das Aufzeichnen des Bildschirms unter Ubuntu kann manchmal ziemlich mühsam sein, insbesondere wenn Sie Tutorials oder Demos erstellen oder einfach nur Fehlerbehebungen festhalten möchten. Linux versteckt Dinge oft hinter Menüs und Schaltern oder erfordert die Installation von Drittanbieter-Apps – was ehrlich gesagt nervig sein kann, wenn Sie nur schnell etwas aufnehmen möchten. Die gute Nachricht ist, dass Ubuntu einige gute integrierte Optionen sowie einige beliebte externe Apps bietet, die das Aufzeichnen erheblich vereinfachen. Diese Anleitung verrät Ihnen, wie Sie vorgehen – egal, ob Sie die Standardtools bevorzugen oder mit OBS oder Kazam aufrüsten möchten. Am Ende haben Sie Ihre Bildschirmaufnahmen gespeichert und können sie teilen oder bearbeiten. Kein Aufwand – nur praktische Optionen für den Einsatz in der Praxis.

So zeichnen Sie den Bildschirm in Ubuntu 24.04 LTS auf

Die Bildschirmaufzeichnung in Ubuntu ist nicht besonders kompliziert, hängt aber von Ihren Anforderungen ab. Sie möchten es schnell und einfach? Die integrierte GNOME-Funktion könnte die Lösung sein. Wünschen Sie sich mehr Kontrolle, Overlays oder eine höhere Qualität? Dann lohnt es sich, Apps von Drittanbietern auszuprobieren. Wir stellen beide Methoden vor, damit Sie die passende auswählen können – denn manchmal reicht die Standardeinstellung nicht aus, manchmal ist es aber auch einfacher, bei dem Vorhandenen zu bleiben.

Verwenden der integrierten Bildschirmaufzeichnung (Schnelltool von GNOME)

Die meisten Ubuntu-Installationen mit GNOME enthalten eine Geheimwaffe: die integrierte Bildschirmaufzeichnungsfunktion. Sie ist etwas versteckt und bietet vielleicht nicht alle Funktionen, ist aber für einfache Aufnahmen recht praktisch. Der Clou: Sie zeichnet den gesamten Bildschirm oder ausgewählte Bereiche auf, ohne dass Sie etwas extra installieren müssen. Bei manchen Setups verhält sie sich merkwürdig, startet beispielsweise nicht sofort oder speichert nicht. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie es mehrmals versuchen müssen.

Um die Aufnahme zu starten, drücken Sie einfach Ctrl + Shift + Alt + R. Ein kleiner roter Kreis erscheint in der oberen rechten Ecke Ihres Bildschirms, wenn die Aufnahme aktiv ist – man vergisst leicht, dass sie läuft. Klicken Sie erneut darauf, um die Aufnahme zu beenden. Der Clip wird automatisch unter Home/Videos/Screencast gespeichert. Wenn Sie einen bestimmten Bereich statt des gesamten Bildschirms aufnehmen möchten, ist das etwas knifflig, da die Standardeinstellung diesen Modus nicht nativ unterstützt. Für mehr Kontrolle sind Apps von Drittanbietern besser geeignet.

Methode 1: Verwenden Sie Apps von Drittanbietern für mehr Leistung

Wenn das native Tool zu einfach oder unzuverlässig ist, können Drittanbieter-Apps mit mehr Funktionen und Stabilität einspringen. Hier sind die gängigsten Optionen:

Aufnehmen mit SimpleScreenRecorder

Diese App ist nicht ohne Grund so beliebt: Sie ist einfach zu installieren, unkompliziert und funktioniert auch auf leistungsschwächeren Rechnern einwandfrei. Sie ist ideal, wenn Sie eine zuverlässige App ohne großen Lernaufwand suchen. Sie können sie über das Terminal installieren:

sudo apt install simplescreenrecorder

Nach der Installation starten Sie es über das Anwendungsmenü – es kann genau so heißen oder einfach „SimpleScreenRecorder“.Die Benutzeroberfläche ist recht einfach, also keine Überraschungen. Beim Öffnen werden Sie aufgefordert, Ihre Aufnahme zu konfigurieren:

  • Wählen Sie den Aufnahmebereich aus – Vollbild, ein festes Rechteck, folgen Sie Ihrem Cursor oder nehmen Sie nur OpenGL-Apps auf.
  • Passen Sie die Bildrate an (20–60 fps, je nach Bedarf).
  • Wählen Sie Ihre Audioquelle: Mikrofon, Systemaudio oder beides.
  • Legen Sie Ihren Ausgabeordner fest – standardmäßig ist dies wahrscheinlich Home/Videos.
  • Wählen Sie das Ausgabeformat – MP4, WebM, MKV, was auch immer für Ihr Projekt am besten geeignet ist.

Nachdem Sie auf „Aufnahme starten“ geklickt haben, wird alles im ausgewählten Bereich aufgezeichnet. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf „Stopp“, und das Video wird am gewählten Speicherort angezeigt. Normalerweise erhalten Sie mit minimalem Aufwand eine Datei in guter Qualität. Außerdem wird der Ton gut verarbeitet, was eine echte Lebensretterin sein kann.

Aufnehmen mit OBS Studio

Wenn Sie gerne streamen oder etwas mehr Flexibilität wünschen, ist OBS Studio die richtige Wahl. Es ist so ziemlich der Industriestandard für Bildschirmaufnahmen und Live-Übertragungen unter Linux. Die Installation ist unkompliziert:

sudo add-apt-repository ppa:obsproject/obs-studio sudo apt update sudo apt install obs-studio

Öffnen Sie OBS nach der Installation. Es wirkt zunächst etwas unübersichtlich, aber die Grundlagen sind einfach: Fügen Sie eine Quelle hinzu (klicken Sie auf das „+“ in „Quellen“) und wählen Sie „ Bildschirmaufnahme“. Hier kann es etwas knifflig werden, da Sie möglicherweise den Monitor oder das Fenster auswählen müssen, insbesondere wenn Sie mehrere Bildschirme haben.

Richten Sie Audioquellen ein, wenn Sie Mikrofon- oder Systemtöne einbinden möchten. Klicken Sie auf „Aufnahme starten“, und OBS erledigt den Rest. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf „ Aufnahme beenden“. Dateien werden normalerweise unter „Home/Videos“ gespeichert, Sie können dies jedoch in den Einstellungen unter „Ausgabe“ ändern. Es ist ein wenig Einarbeitung erforderlich, aber sobald Sie den Dreh raus haben, ist es unglaublich leistungsstark.

Verwenden Sie Kazam für Einfachheit

Kazam ist eine weitere einfache Option – super einfach und gut, wenn Sie nicht auf den ganzen Schnickschnack verzichten möchten. Es ist oft im Software-Center verfügbar oder Sie können es über das Terminal installieren:

sudo apt install kazam

Öffnen Sie Kazam, wählen Sie den Aufnahmemodus (Vollbild, Fenster oder bestimmter Bereich) und klicken Sie auf „Aufnahme“. Sie können auch die Aufnahme über ein Mikrofon wählen. Klicken Sie anschließend auf das Camcorder-Symbol und wählen Sie „Aufnahme beenden“. Anschließend werden Sie aufgefordert, die Datei zu speichern. Ziemlich einfach, aber es funktioniert, insbesondere für schnelle Aufnahmen.

Abschluss

Mit dem standardmäßigen GNOME-Screencast und diesen Drittanbieter-Tools gibt es praktisch keine Ausrede mehr, den Bildschirm unter Ubuntu nicht aufzuzeichnen. Die integrierte Methode ist schnell, aber etwas eingeschränkt, während Apps wie SimpleScreenRecorder, OBS und Kazam mehr Kontrolle, bessere Qualität und Audiooptionen bieten. Manchmal braucht es ein paar Anläufe, um den Workflow zu optimieren, insbesondere mit OBS – aber sobald er eingerichtet ist, läuft er reibungslos. Es kommt darauf an, ob Sie es schnell und einfach oder funktionsreich mögen. Hoffentlich hilft das jemandem, sich den Aufwand zu sparen und seine Aufnahmen fertigzustellen.

Zusammenfassung

  • Die integrierten Screencast-Funktionen von Ubuntu Ctrl + Shift + Alt + Rsind einfach, aber vielleicht etwas eigenartig.
  • Möchten Sie mehr Kontrolle? Installieren Sie SimpleScreenRecorder mit sudo apt install simplescreenrecorder.
  • Für ernsthaftes Streaming und Aufnehmen verwenden Sie OBS Studio – Installation über PPA.
  • Kazam eignet sich perfekt für schnelle und unkomplizierte Bildschirmaufnahmen, wenn Sie es in Ihrem Repo oder Softwarecenter finden.

Zusammenfassung

Hoffentlich hilft dies, die Verwirrung zu reduzieren und Ihre Aufnahme reibungsloser zu gestalten. Ob kurzer Clip oder ausführliche Aufnahme mit Audio – diese Optionen sind die beste Wahl. Es ist ein echtes Vergnügen, wenn die Aufnahme endlich sauber ist. Viel Glück und fehlerfreie Videos!



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