So erstellen Sie eine vollständige Sicherung eines Copilot+-PCs unter Windows 11
Wenn Sie einen Copilot+ PC mit Windows 11 besitzen, ist das Sichern Ihres gesamten Systems nicht ganz einfach, es sei denn, Sie wissen, wo Sie suchen müssen. Zwar gibt es die integrierte Windows-Sicherung, diese beschränkt sich jedoch im Wesentlichen auf Cloud-Speicherungen von Dateien und Einstellungen – nicht auf das vollständige Systemabbild. Etwas seltsam, aber immerhin ist das ältere Tool „Systemabbildsicherung“ in Windows 11 noch vorhanden, versteckt unter „Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)“.Es ist nicht perfekt und könnte eines Tages verschwinden, aber im Moment ist es immer noch die beste Möglichkeit, einen vollständigen Snapshot von allem – Betriebssystem, Apps, Dateien, Konfigurationen – auf einer externen Festplatte zu erstellen. Beachten Sie jedoch, dass es veraltet ist, verlassen Sie sich also nicht ewig darauf. Und ja, Microsoft empfiehlt, Drittanbieterlösungen wie Macrium Reflect oder Veeam in Betracht zu ziehen, die in der Regel zuverlässiger und flexibler sind.
Eine Sache ist ärgerlich: Laut offizieller Warnung kann man kein USB-Stick zum Speichern des vollständigen Systemabbilds verwenden. Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Man benötigt eine große externe *USB-Festplatte* – eine mit ausreichender Geschwindigkeit und Kapazität, formatiert mit NTFS, nicht mit FAT32 oder exFAT. Das liegt daran, dass das Systemabbild ziemlich groß werden kann und langsame Schreibgeschwindigkeiten oder inkompatible Formate einfach nicht ausreichen. Warum Windows so wählerisch ist, ist mir ein Rätsel, aber das ist die Faustregel. Außerdem muss die Festplatte vor dem Start angeschlossen und korrekt erkannt werden; der Wiederherstellungsprozess funktioniert nicht mit einer nicht erkannten Festplatte.
So erstellen Sie eine vollständige Sicherung Ihres Copilot+-PCs unter Windows 11
Vorbereiten des externen Laufwerks und Navigieren im System
Schließen Sie zunächst die große, NTFS-formatierte externe Festplatte an. Ein USB-Stick reicht nicht aus. Windows meldet sonst einen Fehler, dass das Laufwerk nicht für ein Systemabbild verwendet werden kann. Schließen Sie also Ihre Festplatte an, vergewissern Sie sich, dass sie im Datei-Explorer angezeigt wird, und formatieren Sie sie gegebenenfalls mit NTFS. Beachten Sie jedoch, dass beim Formatieren alle Daten auf der Festplatte gelöscht werden. Führen Sie anschließend die folgenden Schritte aus:
- Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach der Systemsteuerung. Sie ist überraschenderweise immer noch für diesen Zweck vorhanden.
- Klicken Sie auf System und Sicherheit.
- Klicken Sie auf Dateiversionsverlauf. Obwohl dieser Menüpunkt hauptsächlich für Dateien verwendet wird, finden Sie hier auch den Link „Systemabbildsicherung“ – etwas versteckt, aber er ist da.
- Klicken Sie in der linken Seitenleiste auf „Systemabbildsicherung“. Und jetzt geschieht die Magie.
- Klicken Sie im linken Menü auf „Systemabbild erstellen“ – es sollte sich ein neues Fenster öffnen.
- Wählen Sie Ihr externes Laufwerk aus (stellen Sie sicher, dass es mit NTFS formatiert ist und über ausreichend freien Speicherplatz verfügt).Dies ist wichtig, da die Sicherung hier gespeichert wird.
- Klicken Sie auf Weiter und überprüfen Sie Ihre Einstellungen.
- Klicken Sie auf „Sicherung starten“. Windows beginnt dann mit der Erstellung eines vollständigen Systemabbilds. Dies kann einige Zeit dauern – bei einer guten Konfiguration wahrscheinlich etwa 20 bis 30 Minuten, aber das hängt davon ab, wie viele Daten Sie haben.
- Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, werden Sie von Windows aufgefordert, einen Reparaturdatenträger zu erstellen. Dies ist durchaus hilfreich, aber wenn Sie bereits ein bootfähiges Medium (z. B.einen USB-Wiederherstellungsdatenträger) eingerichtet haben, können Sie diese Aufforderung ignorieren und direkt die Wiederherstellungsoptionen nutzen.
Das war’s im Prinzip. Sie haben nun eine vollständige Sicherung auf Ihrer externen Festplatte, die alles enthält, was Sie zur Systemwiederherstellung benötigen, falls etwas schiefgeht. Aus unbekannten Gründen funktioniert der Vorgang bei manchen Konfigurationen nicht auf Anhieb – ein Neustart kann hier Abhilfe schaffen. Beachten Sie außerdem, dass zukünftige Windows-Updates diese Funktion beeinträchtigen könnten, da Microsoft verstärkt auf Drittanbieterlösungen setzt.
Wiederherstellung des Backups – So bringen Sie Ihren PC wieder in Topform
Wiederherstellung vom selben Laufwerk, falls Windows nicht startet
Falls Windows nicht startet, können Sie das Image mithilfe der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) wiederherstellen. So geht’s, denn manchmal sind Ihre Desktop-Verknüpfungen nicht mehr zugänglich:
- Einstellungen öffnen.
- Gehen Sie zu System > Wiederherstellung.
- Klicken Sie unter „Wiederherstellungsoptionen“ auf „ Jetzt neu starten “.Ihr PC wird im Problembehandlungsmodus neu gestartet.
- Wählen Sie „Problembehandlung“.
- Gehen Sie als Nächstes zu den erweiterten Optionen.
- Weitere Wiederherstellungsoptionen anzeigen – suchen und wählen Sie „Systemabbildwiederherstellung“.
- Sie werden aufgefordert, das Systemabbild auszuwählen; wählen Sie das neueste – normalerweise erkennt Windows Ihr externes Laufwerk, wenn es angeschlossen ist.
- Folgen Sie den Anweisungen: Prüfen Sie, ob alles korrekt ist, und klicken Sie dann auf „Fertigstellen“, um die Wiederherstellung zu starten.
Dieser Vorgang löscht Ihre aktuelle Konfiguration und stellt alles auf den zuletzt gespeicherten Zustand zurück. Rechnen Sie damit, dass der Computer mehrmals neu startet. Bei einer Konfiguration funktionierte es auf Anhieb, bei einer anderen war ein Neustart erforderlich, damit das System das Backup-Laufwerk korrekt erkannte.
Wiederherstellung auf einem neuen Laufwerk (Hardware-Austauschszenario)
Wenn die alte Festplatte ausgefallen ist oder Sie auf eine größere SSD/HDD aufrüsten, müssen Sie einige zusätzliche Vorbereitungen treffen – hauptsächlich den Austausch der alten Festplatte gegen eine neue und das anschließende Starten von Windows 11 vom Installationsmedium (USB-Stick mit Windows-Installation).Hier die wichtigsten Punkte:
- Stecken Sie den bootfähigen Windows 11-USB-Stick ein und schalten Sie Ihren PC ein.
- Drücken Sie die Taste, die zum Aufrufen des Bootmenüs benötigt wird – üblicherweise F12, F2, F10 oder ESC (herstellerabhängig).Schlagen Sie im Zweifelsfall im Handbuch Ihres PCs nach. Seien Sie darauf vorbereitet, die Festplatte zu löschen. Sichern Sie daher wichtige Daten nach Möglichkeit an einem anderen Ort.
- Sobald das Windows-Setup geladen ist, wählen Sie die Sprache aus und klicken Sie auf Weiter.
- Klicken Sie unten links auf „Computer reparieren“.
- Navigieren Sie zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Systemabbildwiederherstellung.
- Wählen Sie Ihr Systemabbild-Backup auf dem externen Laufwerk aus und folgen Sie dann den Anweisungen. Achten Sie darauf, die Option „ Neuestes verfügbares Systemabbild verwenden“ auszuwählen.
- Bestätigen Sie Ihre Auswahl und lassen Sie Windows alles auf dem neuen Laufwerk wiederherstellen. Anschließend wird der Computer neu gestartet, und das System sollte sich wieder im zuletzt gespeicherten Zustand befinden.
Hinweis: Windows formatiert während dieses Vorgangs das Laufwerk und löscht alle Daten.Überprüfen Sie daher unbedingt, ob Sie das richtige Laufwerk ausgewählt haben. Nach Abschluss des Vorgangs stellt Windows Ihr Betriebssystem, Ihre Apps, Einstellungen und Dateien auf der neuen Festplatte wieder her, sofern die Sicherung aktuell genug ist.
BitLocker- und Partitionsanpassungen
Wenn Ihre neue Festplatte größer ist, sollten Sie die Windows-Partition erweitern oder zusätzliche Partitionen für Ihre Daten erstellen. Dies können Sie nach der Wiederherstellung des Images über die Datenträgerverwaltung tun (Rechtsklick auf „ Dieser PC“ > Verwalten > Datenträgerverwaltung ).Gegebenenfalls müssen Sie BitLocker vorübergehend deaktivieren, um die Partition zu vergrößern oder zu verkleinern. Dies ist einfach über die Systemsteuerung oder die Einstellungen möglich.
Häufig gestellte Fragen zur vollständigen Datensicherung auf einem Copilot+ PC
Was genau ist eine vollständige Datensicherung unter Windows 11?
Es ist im Grunde eine Momentaufnahme von allem – Betriebssystem, Anwendungen, Benutzerdateien und Einstellungen –, sodass Sie im Notfall alles auf einmal wiederherstellen können. Es ist das ultimative Sicherheitsnetz vor größeren Updates oder Hardware-Reparaturen.
Reicht die Windows-Sicherungs-App aus?
Nein. Es ist nur eine Cloud-Lösung; es wird kein Systemabbild erstellt. Verwenden Sie die Funktion „Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)“ oder besser noch Drittanbieter-Tools für ein vollständiges Systemabbild.
Kann ich ein Systemabbild auf einem USB-Stick speichern?
Das kommt darauf an. Wenn der USB-Stick mit NTFS formatiert und groß genug ist (z. B.128 GB oder mehr), könnte es funktionieren, aber generell ist es nicht empfehlenswert. USB-Sticks sind langsam und für diese Aufgabe oft unzuverlässig. Verwenden Sie lieber eine externe Festplatte.
Wie oft sollten Backups erstellt werden?
Wöchentliche Backups sind ein guter Richtwert, insbesondere bei häufigen Systemänderungen. Vor größeren Updates oder Upgrades sollten Sie jedoch immer ein aktuelles Backup erstellen. Kritische Dateien benötigen selbstverständlich tägliche Backups.
Kann dies auf einem anderen PC wiederhergestellt werden?
Nein, nicht wirklich. Das vollständige Systemabbild ist hardwarespezifisch. Wenn Sie eine neue Festplatte oder einen neuen PC einbauen, benötigen Sie ein anderes Vorgehen, beispielsweise eine Neuinstallation und anschließende Wiederherstellung Ihrer persönlichen Daten aus einer Sicherung.
Was passiert, wenn Windows nach einem Absturz nicht mehr startet?
Starten Sie Ihren Computer von einem Windows 11-USB-Medium, gehen Sie zu „ PC reparieren“ > „Problembehandlung“ > „Systemabbildwiederherstellung“ und wählen Sie Ihre Sicherung aus. So stellen Sie schnell Ihren vorherigen, funktionierenden Zustand wieder her.
Wird die Sicherung von Systemabbildern noch unterstützt?
Es ist zwar technisch veraltet, funktioniert aber noch unter Windows 11. Microsoft setzt zunehmend auf Drittanbieterlösungen, daher sollte man sich langfristig nicht darauf verlassen, aber für schnelle Wiederherstellungen ist es praktisch.
Warum funktioniert meine externe Festplatte nicht?
Sollte eine Fehlermeldung erscheinen, dass das Laufwerk nicht als NTFS formatiert ist, formatieren Sie es einfach neu. Beachten Sie, dass beim Neuformatieren alle Daten gelöscht werden. Sichern Sie daher wichtige Dateien vorher an einem anderen Ort.
Wie sieht es mit der Sicherung lokaler Snapshots aus (Recall-Daten)?
Diese Snapshots werden verschlüsselt und lokal gespeichert und automatisch in Ihre vollständige Datensicherung aufgenommen. Sie können nur durch vollständiges Löschen der Festplatte ausgeschlossen werden.
Aktualisierung vom 10. November 2025: Diese Informationen sind aktuell, aber behalten Sie zukünftige Aktualisierungen im Auge, insbesondere da Microsoft immer mehr Funktionen an Drittanbieter-Apps auslagert.
Zusammenfassung
Das Erstellen einer vollständigen Systemsicherung auf einem Copilot+ PC ist zwar nicht ganz einfach, aber einmal eingerichtet, kann es im Notfall Gold wert sein. Halten Sie Ihre externe Festplatte bereit und vergessen Sie nicht, Ihre Sicherungen regelmäßig zu aktualisieren, insbesondere vor größeren Systemupdates oder Hardware-Austausch. Es ist nicht perfekt, und Windows macht es einem unnötig kompliziert, aber mit ein paar Anpassungen haben Sie einen ziemlich soliden Notfallplan. Hoffentlich hilft das jemandem, sich später viel Ärger zu ersparen.
Zusammenfassung
- Verwenden Sie die Option „Systemabbildsicherung“ in der Systemsteuerung, um vollständige Systemabbilder zu erstellen.
- Speichern Sie Backups auf einer externen Festplatte im NTFS-Format, nicht auf einem USB-Stick.
- Aktualisieren Sie Ihre Backups regelmäßig, insbesondere vor größeren Änderungen.
- Verwenden Sie die Wiederherstellungsoptionen (WinRE), um Windows mithilfe von Images wiederherzustellen, falls Windows nicht startet.
- Beachten Sie, dass die Systemabbildsicherung veraltet ist; Tools von Drittanbietern sind langfristig zuverlässiger.
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