So installieren Sie Zorin OS: Ein Leitfaden für den Umstieg von Windows 10



Der Wechsel von Windows 10 zu Zorin OS kann recht einfach sein, besonders wenn Ihre Hardware nicht mehr mit Windows 11 kompatibel ist. Wenn ein PC Windows 10 schon kaum noch schafft, kann er mit neueren Updates Probleme haben. Genau hier kommt Zorin OS ins Spiel: Es ist, als würden Sie Ihrem alten Rechner eine zweite Chance geben, ohne sich Gedanken über Treiberprobleme oder unnötige Systemressourcen machen zu müssen. Der Umstieg auf Linux wirkt oft einschüchternd – Softwarekompatibilität, Treiberprobleme usw.–, aber Zorin OS versucht wirklich, diesen Übergang so einfach wie möglich zu gestalten. Diese Anleitung führt Sie durch das Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks, das Sichern Ihrer Dateien und die Neuinstallation, damit Ihr Rechner bereit für ein neues Leben ohne die üblichen Windows-Probleme ist.

So wechseln Sie von Windows 10 zu Zorin OS

Anforderungen und Vorbereitung der Ausrüstung vor dem Tauchgang

Zunächst einmal muss Ihr PC die Mindestanforderungen erfüllen – die sind aber nicht besonders hoch. Sie benötigen einen 1-GHz-Dual-Core-Prozessor (64 Bit), mindestens 2 GB RAM und mindestens 15 GB freien Speicherplatz. Die Spezifikationen Ihres aktuellen Rechners finden Sie ganz einfach unter Einstellungen > System > Info. Wenn er langsam ist oder Probleme macht, ist das wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass es Zeit für ein schnelleres Betriebssystem ist.

Erstellen Sie einen bootfähigen Zorin OS USB-Stick (dieser Schritt ist entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg des gesamten Projekts).

Um das Betriebssystem auf Ihrem Rechner zu installieren, müssen Sie einen bootfähigen USB-Stick erstellen. So geht’s: Folgen Sie einfach den Schritten und nehmen Sie sich Zeit. Suchen Sie die Zorin OS-Downloadseite und laden Sie die ISO-Datei der Core Edition herunter, sofern Sie keine Pro-Lizenz besitzen.Öffnen Sie nach dem Download Rufus. Rufus ist kostenlos und sehr benutzerfreundlich. Wählen Sie Ihren USB-Stick und die heruntergeladene ISO-Datei aus und klicken Sie auf „Start“.Es ist etwas ungewöhnlich, dass Rufus fragt, ob Sie im ISO- oder DD-Modus schreiben möchten – verwenden Sie am besten die Standardeinstellung, es sei denn, Sie sind ein Technikexperte. Bei manchen Systemen kann Rufus etwas zickig sein. Sollte der Schreibvorgang fehlschlagen, starten Sie Rufus einfach neu und versuchen Sie es erneut. Danach ist Ihr USB-Stick einsatzbereit. Sie müssen nun in Ihren BIOS/UEFI-Einstellungen festlegen, dass beim nächsten PC-Start vom USB-Stick gebootet wird.

Sichern Sie Ihre aktuelle Windows 10-Konfiguration (denn natürlich kann etwas schiefgehen).

Bevor Sie Ihr Betriebssystem löschen, sichern Sie alles auf einer externen Festplatte. Windows verfügt über ein integriertes Sicherungstool namens „Sichern und Wiederherstellen“ (Windows 7) – denn Windows verwendet natürlich immer noch diese alten Menüs. Um ein vollständiges Systemabbild zu erstellen, gehen Sie zu „Einstellungen“ > „Update und Sicherheit“ > „Sicherung“ und wählen Sie dann „Sichern und Wiederherstellen“ (Windows 7). Klicken Sie auf „Systemabbild erstellen“ und wählen Sie Ihre externe SSD oder Ihren USB-Stick als Ziel aus. Dadurch wird im Prinzip eine Momentaufnahme Ihres gesamten Systems erstellt, falls Sie jemals darauf zurückgreifen möchten. Das kann eine Weile dauern. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Festplatte genügend Speicherplatz bietet und haben Sie Geduld. Und denken Sie daran: Wenn Ihre Dateien verstreut sind, kopieren Sie sie auf eine externe Festplatte, damit Sie später alles wiederfinden. Denn nach der Installation ist der Zugriff von Linux aus nicht immer ganz einfach.

Jetzt wird Zorin OS vom USB-Stick installiert (der spannende Teil).

Sobald die Datensicherung abgeschlossen und Ihr USB-Stick bereit ist, starten Sie den PC neu und rufen Sie das BIOS/UEFI auf (normalerweise durch Drücken von F2, F12, Entf oder Esc beim Start).Ändern Sie die Bootreihenfolge so, dass der USB-Stick zuerst bootet. Speichern Sie Ihre Änderungen und starten Sie den PC neu. Das Zorin OS-Bootmenü sollte nun erscheinen. Wählen Sie „Zorin OS ausprobieren“ oder „Zorin OS installieren“ und drücken Sie die Eingabetaste. Folgen Sie anschließend den Anweisungen des Installationsprogramms: Wählen Sie Ihre Sprache und Ihr Tastaturlayout und anschließend, wenn Sie dazu aufgefordert werden, „ Festplatte löschen und Zorin OS installieren“. Beachten Sie, dass Windows dabei gelöscht wird – stellen Sie daher sicher, dass Ihre Datensicherung intakt ist. Das Installationsprogramm benötigt außerdem Ihre Zeitzone und erstellt Ihr Benutzerkonto. Nach dem Neustart (entfernen Sie den USB-Stick!) ist Ihr neues Linux-System einsatzbereit.

Prüfen Sie nach der Installation, ob Updates und Treiber verfügbar sind.

Ignorieren Sie den Eindruck, dass alles auf Anhieb funktioniert – nach der Installation von Zorin OS sollten Sie unbedingt nach Updates suchen.Öffnen Sie den Anwendungsstarter und suchen Sie nach „Software-Updater“. Dieser scannt Ihr System nach Patches oder Treiberaktualisierungen (z. B.für WLAN, Grafikkarte usw.).Klicken Sie auf „ Jetzt installieren“ und warten Sie – in manchen Fällen lassen sich dadurch Probleme beheben, beispielsweise wenn Hardware nicht sofort funktioniert. Ein Neustart im Anschluss ist ratsam, um sicherzustellen, dass alles auf dem neuesten Stand ist.

Stellen Sie Ihre Dateien wieder her und bringen Sie alles in Ordnung.

Wenn Sie Ihre Dateien zuvor gesichert haben, können Sie sie jetzt von Ihrer externen Festplatte zurückkopieren. Schließen Sie die Festplatte einfach an, öffnen Sie die Dateien-App und ziehen Sie Ihre Dateien in die entsprechenden Ordner – Dokumente, Bilder usw. Falls Sie ein Systemabbild als Backup verwendet haben, ist die Wiederherstellung etwas anders: In diesem Fall starten Sie den Zorin-Installer oder die Live-Umgebung im Wiederherstellungsmodus und stellen Ihr System mithilfe dieses Abbilds wieder her. Das ist etwas aufwendiger. Wenn Sie sich damit nicht auskennen, kopieren Sie am besten zuerst Ihre größten Dateien manuell.

Ehrlich gesagt ist der Umstieg auf Zorin OS gar nicht so kompliziert, wie manche behaupten. Solange das Backup intakt ist und der USB-Stick bereit ist, muss man im Grunde nur den Installationsassistenten durchklicken und warten. Manchmal funktioniert die Hardware nicht sofort, insbesondere WLAN oder Grafikkarte – daher sollte man sich darauf einstellen, Treiber zu installieren oder in den Zorin-Foren nach schnellen Lösungen zu suchen. Insgesamt ist es aber eine gute Alternative, vor allem wenn Windows zu ressourcenhungrig ist oder einfach nicht mehr richtig funktioniert.

Zusammenfassung

  • Überprüfen Sie Ihre PC-Spezifikationen unter Einstellungen > System > Info.
  • Erstelle mit Rufus und der Zorin-ISO-Datei einen bootfähigen USB-Stick.
  • Sichern Sie Ihre Daten mit den Windows-Sicherungstools oder kopieren Sie wichtige Dateien manuell.
  • Vom USB-Stick booten, das Laufwerk löschen und Zorin OS installieren.
  • Aktualisieren Sie nach der Installation die Treiber und Systemdateien.
  • Stellen Sie Ihre Dateien wieder her und machen Sie sich mit den Linux-Grundlagen vertraut.

Zusammenfassung

Zorin OS ist vielleicht nicht sofort perfekt, aber nach ein paar Anpassungen und Updates kann es alter Hardware neues Leben einhauchen – besonders wenn Windows nicht mehr reibungslos läuft. Manchmal geht es einfach darum, die passende Linux-Distribution zu finden und sich mit dem neuen Ökosystem vertraut zu machen. Hoffentlich läuft so einer dieser Rechner wieder deutlich besser.



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