So legen Sie in Windows 11/10 Ladegrenzen fest, um die Akkulaufzeit zu verlängern
Also, folgendes: Apples macOS hat eine clevere Funktion, die erkennt, ob dein MacBook längere Zeit am Stromnetz angeschlossen ist und den Akku dann auf etwa 80 % begrenzt. Praktisch, oder? Das verlängert die Akkulaufzeit, da lange Ladezeiten vermieden werden, die Lithium-Ionen-Akkus nicht mögen. Windows-10- und Windows-11-Nutzer haben da leider Pech; diese Betriebssysteme bieten diese Funktion nicht, zumindest nicht offiziell. Es gibt aber ein paar Tricks, um die Akkulaufzeit etwas zu verlängern. Und da moderne Laptops heiß laufen, lohnt es sich, das mal auszuprobieren. Diese Tricks verhindern zwar nicht, dass der Akku altert, aber sie verlangsamen den Verschleiß, sodass du deinen Laptop länger nutzen kannst, bevor der Akku schlappmacht.
Wie man das Batteriemanagement ohne offiziellen Support behebt
Methode 1: Nutzen Sie Apps von Drittanbietern, um Ihren Akku im Auge zu behalten
Da Windows keine direkten Einstellungen für den Akkuladestand zulässt, sind Apps von Drittanbietern die beste Lösung. Diese stoppen den Ladevorgang nicht vollständig, sondern warnen Sie oder geben Ihnen Hinweise, wann Sie das Gerät vom Netz trennen sollten. Eine empfehlenswerte App ist Battery Limiter. Sie ist kostenlos und kinderleicht zu bedienen: Installieren Sie sie, legen Sie Ihren gewünschten Maximalladestand (z. B.80 %) fest, und die App piept oder alarmiert Sie, sobald dieser Wert erreicht ist. Standardmäßig ist der Wert auf 90 % eingestellt, Sie können ihn aber auch etwas reduzieren. Nicht perfekt, aber wenn Sie den Akku eines Geräts, das ständig am Stromnetz hängt, schonen möchten, ist Battery Limiter eine solide Option.
Ein weiteres empfehlenswertes Programm ist Battery Optimizer. Es dient eher der Überprüfung des allgemeinen Akkuzustands und kann Optimierungsvorschläge zur Verlängerung der Lebensdauer unterbreiten, stoppt den Ladevorgang aber nicht automatisch bei einem bestimmten Prozentsatz. Dennoch lohnt sich ein Blick darauf, wenn Sie mehr über den Zustand Ihres Akkus erfahren möchten.
Methode 2: Herstellerspezifische Hardwareeinstellungen verwenden
Für viele Nutzer ist dies so etwas wie der Heilige Gral: herauszufinden, ob das BIOS oder die Herstellersoftware ihres Laptops das Festlegen eines Ladelimits unterstützt. Die meisten Hersteller bieten mittlerweile eigene Tools oder BIOS-Optionen dafür an, die Vorgehensweise ist jedoch unterschiedlich. Schauen wir uns einige der gängigsten an:
Asus
Einige Asus-Laptops werden mit der MyASUS-App ausgeliefert. Diese bietet die Funktion „Asus Battery Health Charging“, mit der Sie verschiedene Lademodi auswählen können, darunter „Volle Kapazität“, „Ausgewogen“ (ca.80 %) und „Maximale Lebensdauer“ bei 60 %.Sie erreichen die Funktion per Rechtsklick auf das Akkusymbol, Auswahl von „ Lademodus“ oder direkt über die App. Beachten Sie jedoch, dass bei manchen Geräten ein BIOS-Update erforderlich sein kann, damit diese Option einwandfrei funktioniert.
Dell
Wenn Sie einen Dell-Laptop besitzen, sollten Sie sich das Dell Power Manager Utility ansehen. Dort können Sie die Einstellung „Primär Netzbetrieb“ auswählen, wodurch der Ladevorgang eingeschränkt wird – ideal, wenn Ihr Laptop ständig am Stromnetz angeschlossen ist. Die Bedienung ist manchmal etwas umständlich, aber die Dell-Software hält im Allgemeinen, was sie verspricht.
HP
HP-Laptops verfügen möglicherweise über den adaptiven Akku-Optimierer. Um diesen zu aktivieren, starten Sie das Gerät neu, drücken Sie F10, um das Setup aufzurufen, gehen Sie zu „Konfiguration“ und aktivieren Sie die adaptive Akku-Optimierung. Sie können die Funktion überprüfen, indem Sie das Gerät neu starten, beim Start die Escape-Taste und anschließend F2 drücken, um die Diagnose auszuführen, und die Akkudetails überprüfen. Wenn die Funktion aktiviert ist, sollte Ihr Akku länger halten.
Lenovo
Lenovo bietet hierfür die Lenovo Vantage App an. Sie ist sehr leistungsstark: Sie können den Energiesparmodus aktivieren, der den Akkustand zwischen 55 und 60 % hält, oder andere Grenzwerte festlegen. Wenn Ihr Gerät dies unterstützt, ist dies die einfachste Möglichkeit, einen Schwellenwert zu definieren. Die meisten Lenovo ThinkPads und Yoga Laptops verfügen über diese Funktion.
Microsoft Surface
Ironischerweise verfügen Surface-Geräte über eine integrierte Ladebegrenzung, die sich im UEFI aktivieren lässt. Starten Sie das Gerät im UEFI-Modus (halten Sie die Taste Shift + Restartbeim Herunterfahren gedrückt), gehen Sie zu „Startkonfiguration“ > „Erweiterte Optionen“ und aktivieren Sie den Akkubegrenzungsmodus. Ich bin mir nicht sicher, warum diese Option so versteckt ist, aber sie ist vorhanden. Ihr Surface lädt dann ab einem bestimmten Akkustand nicht mehr – ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei etwa 80 % ist.
MSI
Bei MSI-Geräten ist die Bedienung etwas umständlicher – nutzen Sie das Dragon Center oder Creator Center. Im Bereich „Akku“ oder „Stromversorgung“ finden Sie Optionen wie „Optimal für Akku“ oder „Ausgewogen“, mit denen Sie einen Schwellenwert unter 80 % festlegen können. Die Benutzeroberfläche ist nicht immer intuitiv, aber sie ist vorhanden.
Warum nicht einfach die Batterie entfernen?
Wenn Ihr Laptop über einen austauschbaren Akku verfügt, mag das verlockend sein – einfach im Betrieb herausziehen, oder? Technisch gesehen ja, die meisten Laptops funktionieren auch ohne Akku problemlos am Netzteil. Es ist aber keine gute Idee, denn bei einem Stromausfall oder unerwartetem Akkuverlust sind alle Daten verloren. Außerdem erfordert das sichere Entfernen des Akkus oft das Herunterfahren und Trennen vom Netz, was den Komfort stark einschränkt. Und Vorsicht: Das Entfernen des Akkus im eingeschalteten Zustand kann gefährlich sein. Wenn Ihnen die Lebensdauer des Akkus egal ist, gut, aber für die meisten Nutzer ist es ohnehin einfacher, die Akkulaufzeit per Software oder Hardware zu begrenzen, als mit austauschbaren Akkus zu hantieren.
Der größte Nachteil ist aber wohl, dass es einfach mehr Aufwand ist, als es wert ist. Manche bevorzugen es, ihre Akkus immer frisch zu halten, anstatt sie auszutauschen, zumal die meisten Laptops heutzutage fest verbaute Akkus haben. Aber gut, es ist eine Option, wenn man den manuellen Aufwand nicht scheut.
Zusammenfassung
Es stellt sich heraus, dass man die Lebensdauer des Laptop-Akkus verlängern kann, wenn man bereit ist, einige Einstellungen anzupassen oder Software von Drittanbietern zu verwenden. Keine Zauberei, aber diese Tricks helfen, den Verschleiß zu verlangsamen. Denn natürlich macht Windows es unnötig kompliziert, diese Einstellungen zu ändern – nichts ist wirklich einfach. Mit etwas Geduld ist es aber machbar. Genug geredet – ich hoffe, das hilft dem einen oder anderen, seinen Akku etwas länger zu schonen.
Zusammenfassung
- Nutzen Sie Apps von Drittanbietern wie Battery Limiter oder Battery Optimizer für Benachrichtigungen und Systemprüfungen.
- Prüfen Sie in den Tools Ihres Herstellers oder im BIOS/UEFI, ob es Einschränkungen für den eingebauten Akku gibt (Asus, Dell, HP, Lenovo usw.).
- Wenn Ihr Laptop über einen austauschbaren Akku verfügt, können Sie diesen entfernen. Dies ist jedoch nicht immer die sicherste oder praktischste Lösung.
- Beachten Sie, dass einige Funktionen, wie beispielsweise bei Surface- oder MSI-Laptops, in der Firmware versteckt sind oder spezielle Apps erfordern.
Abschließende Gedanken
Es ist etwas ärgerlich, dass Windows das nicht standardmäßig kann, aber mit den oben genannten Optionen besteht Hoffnung. Nicht so elegant wie Apples Lösung, aber immerhin lässt sich die Akkulaufzeit verlangsamen. Hoffentlich spart das ein paar Stunden oder verlängert die Nutzungsdauer. Wenn dadurch auch nur ein Update in Gang kommt, ist das Ziel erreicht.
Ähnliche Artikel
War dieser Artikel hilfreich?