So nutzen Sie Microsoft Teams mühelos auf einem Chromebook



Die Nutzung von Microsoft Teams auf Chromebooks kann mitunter frustrierend sein, insbesondere da Chrome OS es noch nicht nativ unterstützt. Die Installation der Linux-Version ist nicht immer einfach und auch nicht garantiert, da die Linux-App für Teams (laut einigen Support-Foren und der Google-Supportseite) noch in der Entwicklung ist. Daher greifen die meisten Nutzer auf Android zurück oder bleiben bei der Webversion – beides mit ihren Tücken. Wer jedoch eine komfortable, desktopähnliche Benutzererfahrung wünscht, dem kann diese kurze Anleitung helfen, einige Unklarheiten zu beseitigen und die aktuell verfügbaren Optionen einzurichten.

So bringen Sie Microsoft Teams auf Ihrem Chromebook zum Laufen

Installieren Sie Microsoft Teams für Android

Am einfachsten scheint die Android-App zu sein, da Chrome OS Android-Apps mittlerweile problemlos ausführen kann. Sie hat sich für die meisten Nutzer als recht zuverlässig erwiesen, auch wenn sie sich ein bisschen wie eine getarnte mobile App anfühlt. Und falls Ihr Chromebook Probleme mit Linux hat oder die Webversion nicht funktioniert, ist dies eine solide Alternative.

  • Öffnen Sie den Google Play Store.
  • Suchen Sie nach Microsoft Teams und tippen Sie auf Installieren.
  • Warten Sie, bis die Installation abgeschlossen ist, und klicken Sie dann auf „Öffnen“, um Teams zu starten.
  • Ja, es wird wahrscheinlich im Hochformat oder in der mobilen Ansicht gestartet, was nicht optimal ist. Sie können dies jedoch beheben, indem Sie in der oberen Leiste auf das Dropdown-Menü „Telefon“ tippen und zu „ Tablet“ oder „Größenverstellbar “ wechseln. Mit „Größenverstellbar“ können Sie das Fenster verschieben und so ein ähnliches Desktop-Gefühl erzeugen. Bei manchen Systemen funktioniert dies beim ersten Mal nicht, dann aber nach einem Neustart oder dem Schließen und erneuten Öffnen der App.

Wozu der Aufwand? Die Android-Version ist größtenteils funktionsfähig – man kann Meetings abhalten, chatten, Dateien teilen und so weiter. Solange die App aktuell ist, läuft sie recht zuverlässig, auch wenn gelegentlich Warnungen zu Problemen mit dem mobilen Design und der Größenanpassung angezeigt werden. Falls die App im Modus „Größenänderung“ abstürzt oder sich merkwürdig verhält, kann es helfen, auf eine feste Größe umzuschalten oder die Webversion auszuprobieren.

Hinweis: Bei einigen Chromebooks sollten Sie Chrome OS aktualisieren, falls Ihnen Optionen fehlen. Gehen Sie zu Einstellungen > Über ChromeOS und tippen Sie auf „Nach Updates suchen“. Manchmal behebt ein einfaches Update viele seltsame Fehler.

Erstellen Sie eine Verknüpfung zur Teams-Web-App.

Vielleicht möchten Sie schnell loslegen, ohne zwischen verschiedenen App-Stores hin- und herwechseln zu müssen. Das Erstellen einer Verknüpfung zur Webversion ist kinderleicht. Besuchen Sie einfach teams.microsoft.com und melden Sie sich an.

  • Klicken Sie nach dem Öffnen von Chrome auf das Drei-Punkte-Menü in der oberen rechten Ecke und wählen Sie dann „ Weitere Tools“ > „Verknüpfung erstellen“.
  • Geben Sie ihm einen eindeutigen Namen wie „Microsoft Teams“ oder „Teams Web“, deaktivieren Sie alle Optionen mit der Bezeichnung „Als Fenster öffnen“, wenn Sie es in einem Tab öffnen möchten, oder aktivieren Sie sie für ein eigenständiges Fenster – Sie haben die Wahl.
  • Klicken Sie auf „Erstellen“, und schon haben Sie eine Desktopverknüpfung. Sie können sie direkt über den Launcher oder die Taskleiste starten.

Tipp: Geben Sie der Web-App einen eindeutigen Namen, falls Sie auch eine Android-Version installiert haben. So vermeiden Sie, versehentlich die falsche zu öffnen. Wenn Sie Teams ausschließlich über den Browser nutzen möchten, deinstallieren Sie am besten die Android-App, um doppelte Installationen zu vermeiden.

Microsoft Teams für Linux einrichten

Das ist etwas knifflig, und ehrlich gesagt, lohnt sich der Aufwand bei manchen Chromebooks vielleicht gar nicht. Die Linux-Unterstützung ist noch etwas unzuverlässig; Berichten zufolge lässt sich der Teams-Client für Linux gar nicht erst starten oder richtig installieren. Aber falls Sie experimentierfreudig sind und die volle Desktop-App-Funktionalität nutzen möchten, versuchen Sie Folgendes:

  1. Gehen Sie zu Einstellungen > Erweitert > Entwickler und aktivieren Sie dann die Option „Linux-Entwicklungsumgebung (Beta) aktivieren“. Klicken Sie auf Weiter.
  2. Geben Sie einen Benutzernamen ein, wählen Sie die gewünschte Festplattengröße (die Standardeinstellung ist in der Regel ausreichend) und klicken Sie auf „Installieren“. Bitte haben Sie Geduld, da die Downloadzeiten variieren können.
  3. Sobald Linux installiert ist, öffnen Sie Ihren Browser unter Linux (laden Sie Firefox herunter oder verwenden Sie Chrome von Chrome OS).Besuchen Sie die offizielle Teams-Downloadseite und laden Sie das Linux-DEB-Paket (64-Bit) herunter.
  4. Öffnen Sie die Dateien-App, suchen Sie die heruntergeladene Datei, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „ Mit Linux installieren“. Es werden einige Eingabeaufforderungen und möglicherweise ein paar Fehlermeldungen angezeigt – klicken Sie einfach weiter und sehen Sie, was passiert.
  5. Nach der Installation können Sie Teams über Ihren Linux-App-Ordner oder durch die Suche nach „Microsoft Teams“ in Ihrem Launcher starten. Manchmal funktioniert die App nicht einwandfrei oder startet gar nicht. Denn Chrome OS macht es einem natürlich unnötig schwer.

Hinweis: Da Teams für Linux noch in der Entwicklung ist, wundern Sie sich nicht, wenn es nicht sofort funktioniert. Manche Konfigurationen erfordern möglicherweise zusätzliche Anpassungen oder funktionieren gar nicht. In diesem Fall empfiehlt es sich, vorerst die Android- oder Webversion zu verwenden.

Vergleich der verschiedenen Versionen von Teams unter Chrome OS

Also, hier die Kurzfassung: Die Linux-App ist auf Chromebooks immer noch eine Katastrophe. Die Android-App funktioniert in den meisten Fällen einwandfrei, fühlt sich aber etwas mobil an und unterstützt keine Add-ons. Die Webversion ist stabil und läuft überall; ihr fehlen nur die praktischen Desktop-Funktionen wie Benachrichtigungs-Badges oder Systemtray-Icons. Auch die Benutzeroberfläche ist unterschiedlich: Android hat eine Navigation am unteren Bildschirmrand, die Webversion eine Seitenleiste links, und Linux… nun ja, vielleicht irgendwann.

Je nach gewählter Route kann es zu Unregelmäßigkeiten kommen. Auf manchen Chromebooks startet die Linux-App möglicherweise gar nicht. Halten Sie daher die Web- oder Android-Optionen bereit.

Hoffentlich hilft das, etwas Klarheit in das Chaos zu bringen. Es gibt zwar noch keine perfekte Lösung, aber mit diesen Methoden sollten Sie einen guten Zugriff auf Teams von Ihrem Chromebook aus erhalten – auch wenn es ein bisschen Ausprobieren erfordert.



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