So richten Sie Kali Linux in VirtualBox auf Ihrem Windows-Computer ein



Kali Linux ist bei Sicherheitsexperten, die eine zuverlässige Distribution für Penetrationstests und ethisches Hacking suchen, sehr beliebt. Die Ausführung in einer VirtualBox-VM auf einem Windows-Rechner ist äußerst praktisch, da die Systeme isoliert bleiben. So müssen Sie nicht an Ihrer Hauptkonfiguration herumfummeln und können bei Bedarf Snapshots erstellen und den Zustand wiederherstellen. Die Installation selbst ist zwar nicht kompliziert, hat aber ihre Tücken – insbesondere, wenn die Virtualisierung im BIOS nicht aktiviert ist oder die Netzwerkkonfiguration nicht optimal ist. Daher folgt hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die meine Erfahrungen mit dieser Konfiguration zusammenfasst und hoffentlich jemandem stundenlange Frustration erspart.

So installieren Sie Kali Linux in VirtualBox unter Windows

Virtualisierung im BIOS/UEFI aktivieren

Das ist unbedingt notwendig. Ohne aktivierte Virtualisierung kann VirtualBox 64-Bit-VMs nicht reibungslos ausführen, und das führt zu Problemen. Seltsamerweise ist die Virtualisierung unter Windows nicht immer standardmäßig aktiviert – schließlich muss Windows es einem ja unnötig schwer machen.

Warum es hilft: Es gewährleistet einen effizienten und fehlerarmen Betrieb der VM. Kali Linux benötigt Hardwarevirtualisierung für eine optimale Leistung. Ist diese Option nicht aktiviert, kann VirtualBox die VM möglicherweise nicht ordnungsgemäß starten oder kryptische Fehlermeldungen ausgeben.

Wann dies zutrifft: Bevor Sie Ihre VM erstellen, und immer dann, wenn Ihre Kali-VM nicht startet oder abstürzt. Rechnen Sie mit Fehlermeldungen darüber, dass VT-x oder AMD-V nicht verfügbar sind.

Hier die Kurzfassung:

  • Starten Sie die Einstellungen.
  • Gehen Sie zu System > Wiederherstellung.
  • Klicken Sie auf Erweiterter Start > Jetzt neu starten.
  • Im Wiederherstellungsmenü wählen Sie Problembehandlung > Erweiterte Optionen > UEFI-Firmwareeinstellungen > Neustart.
  • Sobald Sie sich im BIOS/UEFI befinden, suchen Sie nach Optionen wie Intel Virtualization Technology oder AMD-V.
  • Aktivieren Sie diese, speichern Sie und beenden Sie das Programm.

Profi-Tipp: Verschiedene Hersteller verwenden unterschiedliche BIOS-Layouts. Sollten Sie die gewünschten Optionen nicht finden, schauen Sie in Ihrem Handbuch nach. Manchmal hilft bereits ein BIOS-Update, wenn Ihr Prozessor Virtualisierung unterstützt, diese aber deaktiviert ist.

Nach der Aktivierung der Virtualisierung starten Sie Windows neu und fühlen sich etwas sicherer – Ihre VM wird es Ihnen danken.

So laden Sie VirtualBox herunter und installieren es

VirtualBox ist kostenlos, Open Source und ehrlich gesagt ziemlich zuverlässig, wenn es darum geht, Linux unter Windows auszuführen. Wenn Sie VMware verwendet haben, liegt der Hauptunterschied darin, dass VirtualBox sich schlanker anfühlt und einfacher für den gelegentlichen Gebrauch anzupassen ist.

Laden Sie VirtualBox von der offiziellen Website herunter. Wählen Sie die neueste Windows-Version, führen Sie das Installationsprogramm aus und folgen Sie den Anweisungen. Es werden einige Netzwerktreiber installiert – Windows reagiert dabei manchmal empfindlich, daher müssen Sie möglicherweise einige Meldungen bestätigen.

Nach der Installation ist VirtualBox einsatzbereit und Sie können Ihre Kali-VM einrichten. Beachten Sie, dass VirtualBox einen Netzwerktreiber installiert, der die Verbindung Ihrer VM mit Ihrem Netzwerk ermöglicht. Manchmal treten Netzwerkprobleme in Kali auf, weil diese Treiber nicht korrekt installiert oder von Windows Defender blockiert werden.

Erstellen und Konfigurieren Ihrer Kali Linux VM

Nachdem VirtualBox funktioniert, benötigen Sie als Nächstes Kali Linux. Laden Sie die neueste ISO-Datei von der Kali Linux-Downloadseite herunter. Wählen Sie die ISO-Datei für virtuelle Installationen – es gibt in der Regel eine speziell für die Verwendung in virtuellen Maschinen optimierte ISO-Datei.

So erstellen Sie Ihre VM:

  • Öffnen Sie VirtualBox und klicken Sie auf „Neu“.
  • Nennen Sie es „Kali Linux“ oder wie Sie möchten. Wählen Sie Linux als Typ und Linux 2.6 / 3.x / 4.x / 5.x (64-Bit) als Version.
  • Weisen Sie mindestens 2 GB RAM zu – mehr, wenn Ihr Rechner dies ohne Probleme verkraftet.(Auf einem Rechner habe ich 4 GB ausprobiert, auf einem anderen nur 2 GB.)
  • Erstellen Sie eine neue virtuelle Festplatte – geben Sie ihr nach Möglichkeit beispielsweise 40 GB. Dynamische Speicherzuweisung vereinfacht die Einrichtung; eine feste Größe ist etwas schneller.
  • Überprüfen Sie die Einstellungen Ihrer virtuellen Maschine: Unter „System“ > „Motherboard“ stellen Sie die Bootreihenfolge so ein, dass das optische Laufwerk an erster Stelle steht. Dadurch wird sichergestellt, dass die ISO-Datei zuerst gestartet wird.
  • Im Menüband „Anzeige“ können Sie den Videospeicher auf 128 MB erhöhen und die 3D-Beschleunigung aktivieren – dies kann mitunter bei Grafikproblemen helfen.

Fertig? Klicken Sie auf „Start“ – VirtualBox zeigt ein Popup zur Auswahl Ihrer ISO-Datei an. Navigieren Sie zu dem Ordner, in dem Sie die Kali-ISO-Datei heruntergeladen haben, und wählen Sie sie aus.

Installation von Kali Linux

Dieser Teil ist etwas unspektakulär, aber erwähnenswert. Beim Start von Kali werden Sie aufgefordert, eine Sprache auszuwählen. Folgen Sie dann den Anweisungen. Verwenden Sie den grafischen Installer, es sei denn, Sie haben einen triftigen Grund, anders vorzugehen. Es ist unkompliziert, aber – und hier kommt der Haken – wenn die ISO-Datei nicht angezeigt wird, liegt das normalerweise daran, dass die virtuelle Maschine die ISO-Datei nicht erkannt hat oder Sie vergessen haben, sie in den Einstellungen des optischen Laufwerks der virtuellen Maschine auszuwählen.

Profi-Tipp: Falls Kali nicht startet oder Fehler anzeigt, überprüfen Sie die ISO-Einbindung und die BIOS-Virtualisierung. Manchmal hilft es, die ISO-Datei zu entfernen und erneut einzubinden oder die VM neu zu starten.

Sobald Sie angemeldet sind, übernehmen Sie die Standardeinstellungen für Festplatte, Benutzer und Passwort. Bei der Festplattenpartitionierung ist die geführte Option „Gesamte Festplatte verwenden“ ausreichend – virtuelle Festplatten bestehen schließlich aus einzelnen Dateien. Bestätigen Sie die Einstellungen und lassen Sie die Installation laufen. Dies kann einige Zeit dauern.

Letzte Handgriffe & Anpassung der Stiefelreihenfolge

Nach der Installation und dem Neustart von Kali sollten Sie sicherstellen, dass es von der Festplatte bootet. Gehen Sie dazu in die VM-Einstellungen > System > Motherboard und verschieben Sie die Festplatte über das optische Laufwerk. Dadurch startet Kali beim nächsten Mal direkt.

Und voilà – Sie können Kali Linux in VirtualBox starten und sind bereit für alle geplanten Tests. Die Benutzerdaten sind natürlich diejenigen, die Sie während der Installation festgelegt haben.

Sicherheitstests unter Linux mit VirtualBox

Diese Konfiguration bietet eine gute Testumgebung für diverse Hacks und Sicherheitstools. Sollte Windows Defender oder Ihr Antivirenprogramm Sie blockieren, überprüfen Sie Ihre Netzwerkberechtigungen oder Firewall-Regeln – manchmal wird der Netzwerktreiber von VirtualBox als fehlerhaft eingestuft. Wenn Sie VirtualBox später deinstallieren möchten, gehen Sie dazu zu Einstellungen > Apps.

Und für schnelle Tests ohne Einrichtung einer virtuellen Maschine bietet Windows auch die Windows Sandbox an. Sie ist zwar nicht ganz so flexibel, eignet sich aber gut für schnelle, temporäre Umgebungen ohne großen Aufwand.

Die Einrichtung von Kali in VirtualBox ist gar nicht so schwer, sobald die Virtualisierung aktiviert und die ISO-Datei bereit ist. Zugegeben, es ist anfangs etwas knifflig, aber hoffentlich hilft das dem einen oder anderen, ein paar Fehler zu vermeiden. Viel Erfolg beim Hacken – äh, ich meine, beim Lernen der IT-Sicherheit!

Zusammenfassung

  • Virtualisierung im BIOS/UEFI aktivieren.
  • Laden Sie VirtualBox von der offiziellen Website herunter.
  • Erstellen Sie eine Kali Linux VM in VirtualBox mit sinnvollen Einstellungen.
  • Kali ISO einbinden, installieren und anschließend die Bootreihenfolge so anpassen, dass von der Festplatte gebootet wird.

Zusammenfassung

Alles in allem ist die Einrichtung von Kali Linux in VirtualBox recht einfach, sobald die Virtualisierung funktioniert. Es kann zwar zu kleineren Problemen kommen, insbesondere im Zusammenhang mit dem BIOS oder der Netzwerkkonfiguration, aber diese sind machbar. Wenn dadurch eine Einrichtung beschleunigt wird, hat es sich gelohnt. Ich hoffe, das hilft.



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