So sichern Sie iPhone-Apps mit einem Passcode
Smartphones sind heutzutage im Grunde kleine Tresore voller persönlicher Daten. Von Social-Media- bis Banking-Apps – vieles möchte man definitiv nicht in den falschen Händen wissen. Normalerweise reicht es, das gesamte Smartphone mit einem Passwort zu schützen, aber manchmal wünscht man sich eine noch detailliertere Kontrolle – zum Beispiel, indem man bestimmte Apps mit eigenen Passwörtern sperrt.iOS bietet diese Funktion zwar nicht standardmäßig (schade, Apple!), aber es gibt einige Drittanbieter-Lösungen, die Abhilfe schaffen können. Es ist zwar etwas ärgerlich, dass man dafür auf Apps außerhalb des Apple-Ökosystems zurückgreifen muss, aber immerhin besser als nichts. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass manche dieser Apps nicht perfekt sind und Fehler oder Einschränkungen auftreten können.
So sperren Sie einzelne Apps mit Passwörtern auf Ihrem iPhone
Methode 1: App-Sperren aus dem App Store verwenden
Wenn Sie sich für diesen Weg entscheiden, benötigen Sie eine App zur Sperrverwaltung, wie beispielsweise „Applock“ oder „Lockdown“.Diese Apps bieten in der Regel eine zusätzliche Sicherheitsebene, indem sie die Eingabe eines Passcodes oder die Verwendung von Face ID beim Öffnen bestimmter Apps erzwingen. Zugegeben, die Einrichtung kann variieren – manche Apps erfordern Zugriffsrechte oder die Einrichtung von Profilen. Es mag etwas ungewöhnlich klingen, aber so funktionieren diese Apps.
Um loszulegen:
- Öffnen Sie den App Store und suchen Sie nach einer vertrauenswürdigen App-Sperre, z. B.„Applock“ oder „Lockdown“.
- Laden Sie die gewünschte App herunter und installieren Sie sie.
- Folgen Sie den Anweisungen der App, um einen Master-Passcode zu erstellen oder den biometrischen Zugriff zu aktivieren.
Methode 2: Konfigurieren der App-Sperre
Nach der Installation werden Sie bei den meisten dieser Apps aufgefordert, die zu sperrenden Apps auszuwählen. Ihre App-Liste wird angezeigt, und Sie aktivieren einfach die gewünschten Apps. Rechnen Sie damit, dass Sie um Zugriffsrechte gebeten werden – manchmal müssen Sie unter „Einstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „Bedienungshilfen“ den Zugriff für die jeweilige App aktivieren. Das mag zwar etwas umständlich erscheinen, ist aber notwendig, damit die Sperr-Apps ihre Funktion erfüllen.
Methode 3: Testen und Optimieren der Sicherheit
Nachdem Sie alles eingerichtet haben, öffnen Sie die geschützten Apps. Beim ersten Mal werden Sie zur Eingabe Ihres Passcodes oder Ihrer biometrischen Daten aufgefordert. Normalerweise funktioniert dies reibungslos, aber beachten Sie, dass manche Apps je nach Hintergrundprozessen Probleme bereiten oder gelegentlich gar nicht zur Eingabe auffordern können. Bei manchen Konfigurationen funktionieren Sicherheitsfunktionen wie Face ID unter Umständen etwas unzuverlässig – iOS macht es einem schließlich unnötig schwer. Für zusätzliche Sicherheit können Sie auch die weiteren Sicherheitsoptionen in der App-Sperre, wie z. B.Timeout-Einstellungen oder automatische Sperrintervalle, ausprobieren.
Nur zur Info: Diese Drittanbieter-Apps sind nicht von Apple zertifiziert und funktionieren daher nicht immer zuverlässig. Nach iOS-Updates funktionieren sie möglicherweise nicht mehr oder weisen Fehler auf. Lesen Sie daher immer die Bewertungen und vergewissern Sie sich, dass die App seriös ist. Und natürlich sollten Sie die App stets auf dem neuesten Stand halten, um geschützt zu sein.
Alternativer Ansatz: Nutzung der Bildschirmzeit (Eine Art verrückter Trick)
Ehrlich gesagt, werden hier nicht wirklich einzelne Apps gesperrt, aber unter „Einstellungen“ > „Bildschirmzeit“ lassen sich Einschränkungen festlegen. Apps ausblenden oder Zeitlimits einstellen – das kann, wenn man vorsichtig ist, gewissermaßen als Sperre dienen. Nicht perfekt, aber wenn man nur schnell etwas ausblenden oder eine Pause von bestimmten Apps einlegen möchte, ist es ausreichend. Es ist aber definitiv nicht so sicher oder komfortabel wie eine richtige App-Sperre.
Bei einer Konfiguration funktionierte es etwas besser als bei einer anderen – frustrierend, aber manchmal muss man sich mit solchen Behelfslösungen begnügen, bis Apple native App-Sperrfunktionen einführt, was sie wahrscheinlich nicht tun werden, es sei denn, sie werden dazu gezwungen.
So oder so, stellen Sie sich auf eine etwas umständliche Bedienung ein, und denken Sie daran: Unter iOS nutzen Sie im Grunde die Möglichkeiten von Drittanbietern ohne offizielle Unterstützung. Aber immerhin besser, als sensible Daten ungeschützt preiszugeben.
Zusammenfassung
- Laden Sie eine App-Sperre mit Passwortschutz herunter (wie z. B.„Applock“ oder „Lockdown“).
- Erteilen Sie die erforderlichen Berechtigungen, insbesondere die Zugriffsberechtigungen.
- Wählen Sie aus, welche Apps gesperrt werden sollen, und legen Sie Ihren Passcode oder Ihre biometrische Sicherheit fest.
- Probieren Sie es aus – stellen Sie sicher, dass die Sperraufforderungen beim Öffnen geschützter Apps angezeigt werden.
- Halten Sie die Apps auf dem neuesten Stand und achten Sie auf Einschränkungen oder Fehler.
Zusammenfassung
App-spezifische Passwörter auf einem iPhone zu erhalten, ist aufgrund der iOS-Architektur nicht ganz einfach. Apps von Drittanbietern können zwar helfen, sind aber nicht perfekt und erfordern mitunter Anpassungen an Berechtigungen oder Einstellungen. Wenn Datenschutz jedoch wichtig ist, kann sich der zusätzliche Aufwand lohnen. Bedenken Sie aber, dass diese Lösungen nur bedingt vertrauenswürdig sind. Verlassen Sie sich daher niemals ausschließlich darauf, insbesondere nicht bei sensiblen Daten. Hoffentlich erspart Ihnen dieser Text einige Stunden Frust – es ist allemal besser, als die Kontrolle über geschützte Daten zu verlieren.
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