So übertragen Sie eine Microsoft Office-Lizenz sicher
Die Übertragung einer Microsoft Office-Lizenz ist nicht so einfach, wie es scheint, insbesondere weil nicht alle Lizenztypen für die Portabilität ausgelegt sind. Wenn Sie schon einmal versucht haben, Office von einem Computer auf einen anderen zu übertragen, ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass sich manche Lizenzen einfach nicht aktivieren lassen und Sie ratlos zurücklassen. Dieser Leitfaden soll einige Unklarheiten beseitigen – denn Microsoft macht es einem ja gerne unnötig schwer. Sie erfahren, wie Sie Ihre Lizenz überprüfen und diese gegebenenfalls übertragen können. Wichtig: OEM-Lizenzen sind praktisch an das ursprüngliche Gerät gebunden, ein Wechsel ist hier also nicht möglich. Wenn Sie jedoch eine Einzelhandels- oder Volumenlizenz besitzen, hilft Ihnen dieser Leitfaden dabei, herauszufinden, wie Sie Ihre Office-Suite übertragen können.
Die meisten Nutzer möchten Office übertragen, weil sie einen neuen PC haben oder der alte kaputtgegangen ist. Entscheidend ist, den Lizenztyp zu kennen, denn davon hängt ab, ob eine Übertragung überhaupt möglich ist. Zuerst sollte man den Lizenztyp ermitteln, Office dann auf dem alten System deaktivieren oder deinstallieren und es schließlich auf dem neuen Gerät installieren und aktivieren. Das klingt einfach, aber Windows und Office können bei Lizenzfragen recht pingelig sein. Halten Sie Ihren Produktkey griffbereit, insbesondere bei einer Einzelhandelslizenz – es mag ungewöhnlich klingen, aber es ist manchmal hilfreich, den Key sicher aufzubewahren.
So überprüfen Sie den Office-Lizenztyp in Windows
Lizenztyp für Office 2016, 2019 und 2021 prüfen
Wenn Sie diese Versionen verwenden, erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Lizenz überprüfen können. Dieses Wissen kann Ihnen viel Ärger ersparen, insbesondere da nur Einzelhandelslizenzen übertragbar sind.
- Öffnen Sie das Windows-Startmenü, geben Sie „cmd“ oder „Eingabeaufforderung“ ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Als Administrator ausführen“. Diese Verzeichnisnavigation mag ungewöhnlich erscheinen, aber bleiben Sie dran.
- Wenn Sie ein 32-Bit-Betriebssystem verwenden, geben Sie Folgendes ein:
cd c:\Program Files (x86)\Microsoft Office\Office16 - Auf einem 64-Bit-System ist es:
cd c:\Program Files\Microsoft Office\Office16 - Geben Sie nun Folgendes ein:
cscript ospp.vbs /dstatusund drücken Sie die Eingabetaste. Dieses kleine Skript überprüft Ihre Lizenzinformationen und gibt sie direkt im Terminal aus. - Suchen Sie nach dem Eintrag „LIZENZBESCHREIBUNG“.Steht dort „Einzelhandel“ oder „Vollprodukt“, können Sie die Lizenz übertragen. Bei OEM oder Volumenlizenz sind Ihre Möglichkeiten deutlich eingeschränkter.
Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr PC eine 32- oder 64-Bit-Architektur hat? Suchen Sie bei Google nach „Windows-Architektur prüfen“, um das herauszufinden. Bei manchen Systemen kann dieser Befehl unzuverlässig sein oder beim ersten Versuch fehlschlagen. Sollte er nicht funktionieren, kann ein Neustart oder die erneute Ausführung als Administrator helfen.
Lizenztyp für Office 2013 prüfen
Der Vorgang ist hier ähnlich – nur wird für die Eingabeaufforderung ein anderer Ordner verwendet.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
- Für 32-Bit-Systeme:
cd c:\Program Files (x86)\Microsoft Office\Office15 - Für 64-Bit:
cd c:\Program Files\Microsoft Office\Office15 - Laufen:
cscript ospp.vbs /dstatus
Falls Sie noch die Office 2013 ISO-Datei oder DVD besitzen, können Sie einen Blick in die Installationsdateien werfen. Ein Ordner namens „Admin“ deutet auf eine Volumenlizenz hin. Einzelhandelsversionen enthalten diesen Ordner nicht. Diese Methode ist daher nicht hundertprozentig zuverlässig, kann aber hilfreich sein.
So überprüfen Sie die Microsoft Office-Lizenz unter macOS
Auf einem Mac ist es etwas einfacher.Öffnen Sie einfach die Office-Anwendung (Word, Excel usw.), gehen Sie zur Menüleiste und klicken Sie auf „ Über [App]“. Suchen Sie dann nach der Zeile „Lizenz“.Steht dort „Abonnement“ oder „Einzelhandel“, können Sie die Lizenz möglicherweise übertragen. Handelt es sich um eine NFR-Lizenz oder eine Lizenz eines Volumenlizenzanbieters, ist eine Übertragung wahrscheinlich nicht möglich.
So übertragen Sie eine Microsoft Office-Lizenz
Wenn Sie eine Einzelhandelslizenz besitzen, besteht die Übertragung hauptsächlich darin, die Software vom alten PC zu deinstallieren und auf dem neuen zu installieren. Ganz einfach, aber denken Sie daran: Die Aktivierung hängt davon ab, ob Sie den Produktkey sicher aufbewahrt haben. Das alte Gerät kann die Lizenz möglicherweise noch enthalten, bis Microsoft sie nach einer gewissen Zeit automatisch trennt.
Stellen Sie sicher, dass das alte Gerät deaktiviert ist – entweder durch Deinstallieren von Office oder durch Abmelden von Ihrem Microsoft-Konto. Wenn das Gerät defekt ist, können Sie die Deinstallation überspringen. Sie installieren Office auf dem neuen Computer neu und verwenden denselben Produktkey zur Aktivierung. Ganz einfach, oder? Nun ja, nicht immer. Manchmal funktioniert die Aktivierung nicht, und dann ist der Support oder die Online-Hilfe hilfreich.
Office-Lizenz unter Windows deaktivieren
Office über die Systemsteuerung deinstallieren
Dies ist die klassische Methode. Sie eignet sich am besten für traditionelle Installationen über MSI oder Festplatten.
- Öffnen Sie die Systemsteuerung > Programme > Programm deinstallieren.
- Suchen Sie Ihre Office-Version, wählen Sie sie aus und klicken Sie auf Deinstallieren.
- Folgen Sie den Anweisungen – Windows wird Office entfernen. Manchmal hilft ein Neustart, falls Probleme auftreten.
Office über das Einstellungsmenü deinstallieren
Wenn Office über den Microsoft Store installiert wurde, gehen Sie zu Einstellungen > Apps > Apps & Features. Suchen Sie Office in der Liste, klicken Sie auf die drei Punkte und wählen Sie Deinstallieren. Bestätigen Sie die Deinstallation und warten Sie. Dies ist eine schnelle und unkomplizierte Methode als die Deinstallation über die Systemsteuerung.
Nutzen Sie den Support- und Wiederherstellungsassistenten von Microsoft.
Dieses kleine Tool ist Gold wert, falls sich Office nicht normal deinstallieren lässt. Laden Sie es von der offiziellen Microsoft-Website herunter. Nach dem Download führen Sie das Programm aus. Es scannt Ihr System und erkennt alle installierten Office-Versionen.
Wählen Sie die Version aus, die Sie entfernen möchten, klicken Sie auf „Weiter“ und bestätigen Sie die Deinstallation. Es ist etwas merkwürdig, wie gut es funktioniert – auf manchen Rechnern geht es sofort, auf anderen hilft ein zweiter Versuch. Denn Windows macht es einem natürlich gerne unnötig schwer.
Office von Ihrem Microsoft-Konto deaktivieren
Microsoft ermöglicht es Ihnen, Geräte aus der Ferne von Ihrem Office 365-Abonnement zu trennen. Dies ist nützlich, wenn Sie die maximale Anzahl von fünf Geräten erreicht haben oder einfach ein Gerät freigeben möchten. Melden Sie sich auf Ihrer Microsoft-Kontoseite an, gehen Sie zu „Dienste & Abonnements“, suchen Sie Ihr Office 365-Abonnement und wählen Sie „Verwalten“.
Klicken Sie im Bereich „Angemeldete Geräte“ einfach neben dem Gerät, das Sie entfernen möchten, auf „Abmelden “.Melden Sie sich anschließend auf Ihrem neuen Computer mit Ihren Microsoft-Anmeldedaten an und aktivieren Sie Office erneut. Ganz einfach, es sei denn, die Lizenzsynchronisierung dauert etwas. Bei manchen Konfigurationen kann es einige Stunden oder sogar Tage dauern, bis Microsoft die Lizenz vom alten Gerät abgemeldet hat. Geduld ist daher gefragt.
Office auf Ihrem neuen Computer verwenden
Sobald Sie die Lizenz eingerichtet haben, besteht die eigentliche Installation nur noch darin, Office auf dem neuen PC zu installieren und Ihren Produktkey einzugeben, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Internetverbindung funktioniert – die Aktivierung erfordert sie in der Regel. Sollten Probleme auftreten, überprüfen Sie Ihren Lizenztyp und ob Sie Office ordnungsgemäß deaktiviert/deinstalliert haben, da die Office-Lizenzierung mitunter etwas unzuverlässig sein kann. Manchmal ist ein Neustart oder ein erneuter Aktivierungsversuch erforderlich, falls nichts anderes hilft.
Und falls es doch nicht wie geplant läuft, kann der Microsoft-Support Abhilfe schaffen. Dort gibt es Tools, mit denen sich Lizenzen manuell zurücksetzen lassen, falls Fehler auftreten. Zugegeben, die Übertragung von Office-Lizenzen kann mühsam sein, aber mit diesen Grundlagen wird es deutlich einfacher.
Zusammenfassung
- Prüfen Sie vor dem Übertragungsversuch, ob es sich bei Ihrer Lizenz um eine Einzelhandelslizenz oder eine OEM-Lizenz handelt.
- Verwenden Sie die Eingabeaufforderung, um den Lizenztyp unter Windows zu überprüfen.
- Deinstallieren Sie Office ordnungsgemäß vom alten Gerät, entweder über die Systemsteuerung, die Einstellungen oder mithilfe des Microsoft-Supporttools.
- Melden Sie sich von Ihrem Microsoft-Konto ab, um die Lizenz bei Bedarf remote zu deaktivieren.
- Installieren und aktivieren Sie Office auf dem neuen PC mit Ihrem Produktkey.
Zusammenfassung
Hoffentlich hilft das jemandem, sich den Frust über Lizenzfehler zu ersparen. Zu wissen, welche Lizenz man hat, macht einen großen Unterschied – wer eine OEM-Lizenz besitzt, hat Pech gehabt, aber Einzelhandelslizenzen sind in der Regel übertragbar, sobald man sich damit auskennt. Vergessen Sie nur nicht, die Software vor dem Umzug zu deaktivieren oder zu deinstallieren, um Aktivierungsprobleme zu vermeiden. Der Umzug von Office ist nicht ganz intuitiv, aber mit etwas Geduld machbar.
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