So verbinden Sie zwei Computer für ein Netzwerk unter Windows 11/10



Wenn man mehrere Computer am Schreibtisch hat, kann das schnelle Teilen von Dateien oder das Einrichten eines Netzwerks schnell zur Qual werden. Klar, drahtloses Teilen funktioniert – manchmal –, aber beim Übertragen von Gigabytes an Daten sind Kabelverbindungen deutlich besser. Ehrlich gesagt, geht nichts über die zuverlässige und schnelle Datenübertragung per Ethernet oder USB. Doch das Einrichten dieser Verbindungen ist nicht immer einfach, vor allem, wenn Windows oder die Hardware einem das Gefühl geben, man müsse eine Gehirnoperation durchführen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen einige praktische Möglichkeiten, zwei PCs zu vernetzen – mit Crossover-Ethernet-Kabeln, regulärem LAN oder sogar USB-Bridges –, damit Dateien schnell und unkompliziert übertragen werden können.

Der Schlüssel liegt darin, die richtigen Einstellungen zu kennen, die passenden Befehle auszuführen und die Optionen zu wählen, die sich lohnen. Denn natürlich macht Windows es einem unnötig schwer. Nicht alle Methoden sind perfekt, aber mit der richtigen Konfiguration wird das Teilen großer Dateien deutlich einfacher.

Wie man zwei Computer mithilfe eines Crossover-Ethernet-Kabels vernetzt

Diese Methode ist zwar etwas altmodisch, aber immer noch äußerst effektiv, wenn Sie ein Crossover-Ethernet-Kabel zur Hand haben. Sie ist schnell und direkt und daher ideal für große Datenübertragungen. Bei manchen Konfigurationen funktioniert sie sogar sofort, oft benötigt Windows jedoch einen kleinen Anstoß, um das Netzwerk zu erkennen. Warum ist das hilfreich? Weil dadurch eine dedizierte, schnelle Verbindung zwischen Ihren PCs hergestellt wird, die Router, WLAN oder andere langsame Zwischenstationen umgeht. Mit einem Cat-5e-Kabel sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s möglich – und einige höherwertige Kabel erreichen sogar bis zu 10 Gbit/s, sofern Ihre Hardware dies unterstützt.

Kurz gesagt: Kabel anschließen, Netzwerkeinstellungen anpassen, statische IP-Adressen zuweisen und Freigabeberechtigungen festlegen. Falls Ihnen diese Schritte nicht vertraut sind, mag es zunächst etwas kompliziert erscheinen, aber sobald Sie das erledigt haben, ist die Dateifreigabe ganz einfach.

Netzwerkfreigabe auf beiden PCs konfigurieren

  • Klicken Sie auf das Startmenü und geben Sie „control“ ein.Öffnen Sie die Systemsteuerung.
  • Navigieren Sie zu Netzwerk und Internet und öffnen Sie dann das Netzwerk- und Freigabecenter.
  • Klicken Sie auf „Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“. Aktivieren Sie in den meisten Heim- oder Kleinbüroumgebungen unter dem Profil „Privat“ die Netzwerkermittlung sowie die Datei- und Druckerfreigabe. Vergessen Sie nicht, auf „Änderungen speichern“ zu klicken. Im Zweifelsfall ist es meist ausreichend, das Profil „Privat“ beizubehalten – stellen Sie lediglich sicher, dass beide PCs identisch konfiguriert sind.

Dadurch werden Ihre freigegebenen Ordner entsperrt, sodass andere Computer die von Ihnen ausgewählten Inhalte sehen und darauf zugreifen können. Wenn Firewalls oder Netzwerkprofile die Freigabe blockieren, kann dies leicht schiefgehen.Überprüfen Sie daher auch diese Einstellungen.

Statische IP-Adressen für bessere Konnektivität festlegen

Da Sie die Verbindung direkt über ein Crossover-Kabel herstellen, funktioniert DHCP (die automatische IP-Adressvergabe) möglicherweise nicht. Die manuelle Zuweisung statischer IP-Adressen ist zwar etwas umständlich, hilft aber, Verbindungsabbrüche zu vermeiden. So gehen Sie vor:

  • Zurück im Netzwerk- und Freigabecenter klicken Sie auf Adaptereinstellungen ändern.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihren Ethernet-Adapter und wählen Sie Eigenschaften.
  • Doppelklicken Sie auf Internet Protocol Version 4 (TCP/IPv4).
  • Wählen Sie „Folgende IP-Adresse verwenden“. Geben Sie dann Folgendes ein:
    • Computer 1: IP-Adresse 192.168.1.10, Subnetzmaske 255.255.255.0, Standardgateway leer oder gleiche IP-Adresse (da es sich um eine direkte Verbindung handelt).
    • Computer 2: IP-Adresse 192.168.1.20, Subnetzmaske 255.255.255.0.

Bei einer Konfiguration funktionierte es einwandfrei, bei anderen half manchmal ein Neustart oder das Umschalten des Netzwerkadapters, die Einstellungen zu übernehmen. Stellen Sie einfach sicher, dass sich beide im selben IP-Subnetz befinden.

Dateien teilen und darauf zugreifen

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, den Sie freigeben möchten. Wählen Sie „ Zugriff gewähren für “ > „Bestimmte Personen“.
  • Wählen Sie den Benutzer aus (oder der Einfachheit halber einfach „Jeder“ ), klicken Sie auf „Hinzufügen“ und anschließend auf „Teilen“. Stellen Sie sicher, dass die Berechtigungen Ihren Wünschen entsprechen – ob nur lesend oder vollständig.

Sobald das erledigt ist, öffnen Sie den Datei-Explorer und klicken Sie im linken Bereich auf „Netzwerk“. Dort sollte der Name des anderen PCs angezeigt werden. Doppelklicken Sie darauf, und der freigegebene Ordner sollte erscheinen. Falls nicht, überprüfen Sie die Netzwerkermittlungs-/Firewall-Einstellungen.

Wie man zwei Computer über ein LAN vernetzt (ohne Crossover)

Kein Crossover-Kabel vorhanden? Kein Problem. Normale Ethernet-Kabel funktionieren einwandfrei, sofern beide PCs an denselben Router oder Switch angeschlossen sind. Die Vorgehensweise ist ähnlich – die statische IP-Adresse kann übersprungen werden, falls diese automatisch per DHCP zugewiesen wird. Windows vergibt LAN-IPs in der Regel automatisch, was die Einrichtung vereinfacht. Sollten die Computer sich dennoch nicht erkennen, überprüfen Sie, ob sie sich im selben Subnetz befinden und ob Firewalls die Dateifreigabe blockieren.

Ein weiterer Tipp: Falls die Windows-Freigabe Probleme bereitet oder nicht funktioniert, versuchen Sie es mit einem Drittanbieter-Tool wie IP Messenger. Installieren Sie es auf beiden Rechnern, starten Sie es, und der jeweils andere PC wird angezeigt, sofern beide mit demselben Netzwerk verbunden sind. Wählen Sie einfach die Dateien aus und senden Sie sie – ganz ohne lästiges Hantieren mit IPs oder Berechtigungen. Praktisch und einfach, besonders wenn Sie mit komplizierten Windows-Berechtigungen oder Firewall-Regeln zu tun haben.

Dateien mit einem USB-Brückenkabel übertragen

Das ist zwar eine etwas spezielle Methode, aber wenn Sie eine direkte Verbindung ohne Netzwerkprobleme wünschen, ist ein USB-zu-USB-Brückenkabel die Lösung. Sie müssen die Software des Herstellers installieren – die meisten Kabel werden mit dieser geliefert oder können von der Website heruntergeladen werden. Verbinden Sie dann die beiden PCs mit dem Kabel. Wahrscheinlich leuchten dann einige LEDs auf, die den Verbindungsstatus anzeigen, genau wie beim Plugable USB-Brückenkabel.

Der Treiber oder das Dienstprogramm öffnet ein Dateitransferfenster oder ein virtuelles Laufwerk, mit dem Sie Dateien hin und her verschieben können. Im Vergleich zu Ethernet ist das etwas umständlich, aber manchmal die einfachste Lösung, wenn die Netzwerkkonfiguration zu komplex wird.

Kabelverbindungen = Schnellere Übertragungen

Sobald diese Kabelverbindungen eingerichtet sind, lassen sich große Dateien deutlich schneller übertragen als über WLAN. Wenn Sie regelmäßig Gigabytes oder sogar Terabytes übertragen müssen, lohnt es sich, diese Verbindung einzurichten, anstatt sich auf unzuverlässiges WLAN zu verlassen. Außerdem ist die Kabelverbindung in der Regel stabiler – keine Ausfälle, keine Störungen. Zugegeben, die Einrichtung ist anfangs etwas aufwendig, aber sobald es funktioniert, werden Sie sich fragen, warum Sie es nicht schon früher getan haben.

Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden. Das Einrichten von Kabelverbindungen kann mühsam sein, aber sobald sie stehen, läuft das Teilen großer Dateien oder das Erstellen von Backups reibungslos.

Zusammenfassung

  • Verwenden Sie, falls vorhanden, ein Crossover-Ethernet-Kabel für eine superschnelle Direktverbindung.
  • Konfigurieren Sie Netzwerkfreigabe, IP-Adressen und Ordnerberechtigungen sorgfältig.
  • Bei einem normalen LAN verbinden Sie sich einfach und lassen DHCP die IP-Adressen verwalten, oder legen Sie bei Bedarf statische IP-Adressen fest.
  • Für eine einfachere Dateifreigabe im LAN können Sie Drittanbieter-Tools wie IP Messenger in Betracht ziehen.
  • USB-Brückenkabel sind praktisch, wenn die Netzwerkvernetzung zu kompliziert wird oder die Hardware begrenzt ist.
  • Kabelgebundene Verbindungen sind im Allgemeinen schneller und stabiler – gut geeignet für große Datenübertragungen.

Zusammenfassung

Zwei Computer per Kabel zu vernetzen, kann etwas knifflig sein, aber sobald es funktioniert, erfolgen Datenübertragungen deutlich schneller. Die Einrichtung einer statischen IP-Adresse kann lästig sein, lohnt sich aber für kleinere Systeme. Letztendlich hängt die Wahl der richtigen Methode von der vorhandenen Hardware und dem gewünschten Aufwand ab. Hoffentlich beschleunigt dies die Verbindung und erspart Ihnen Frust. Denken Sie daran: Die einfachste Lösung mit einem LAN-Kabel und den richtigen Freigabeeinstellungen ist langfristig oft die beste Wahl.



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