
Dieser Artikel enthält Diskussionen zu den Themen Sucht und sexueller Missbrauch.
Achtung: SPOILER für „Elphie: A Wicked Childhood“ von Gregory Maguire. Gregory Maguires neuester Teil der Wicked -Saga erforscht Elphabas Herkunft detaillierter, weicht dabei aber auf faszinierende Weise von der Darstellung einer Figur – Melena – ab und macht ihre Darstellung noch komplexer. Seit der Veröffentlichung von „ Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West“ im Jahr 1995 wurde die Geschichte sowohl musikalisch als auch filmisch neu interpretiert, wobei Elemente wie Elphabas Magie und Alter jeweils unterschiedlich interpretiert wurden.
Charaktertransformationen in Maguires Elphie-Prequel
Variationen in Melenas Charakterisierung im gesamten Franchise



Elphabas Familiendynamik wird sowohl in Maguires Roman als auch in dessen Adaptionen mit bemerkenswerten Schwächen dargestellt und unterstreicht die turbulente Beziehung zu ihren Eltern. In „Wicked“ kämpft Melena zunächst mit Sucht und Unzufriedenheit in ihrem Leben und wird oft als Alkoholikerin und abhängig von Pinlobble-Blättern dargestellt. Ihre Unzufriedenheit, die daraus resultiert, dass sie ihr sicheres Leben für einen Prediger aufgegeben hat, prägt ihren Charakter zutiefst. Bemerkenswerterweise ist Elphabas Zeugung im Roman mit einer Vergewaltigung verknüpft, was Melenas Geschichte zusätzlich verkompliziert.
Im Gegensatz dazu führt Elphie: A Wicked Childhood ein überarbeitetes Bild von Melena ein und markiert eine weitere Veränderung in ihrer Charakterisierung.
Darüber hinaus wurde Melenas Hintergrundgeschichte in den Musical- und Filmadaptionen aufgelockert und als unbeschwertere Person dargestellt, die Affären eher aus Vergnügen als aus Verzweiflung eingeht. In diesen Versionen wird die Konzeption von Elphaba einvernehmlicher, was eines der düstereren Elemente der ursprünglichen Handlung effektiv abschwächt. Trotz ihrer neu interpretierten Eigenschaften bleibt Melena als Mutter emotional distanziert und nachlässig. Das neueste Prequel erkundet jedoch noch neuere Aspekte ihres Charakters und setzt damit einen neuen Präzedenzfall.
Interessanterweise thematisiert Maguires früheres Werk Melenas Substanzkonsum nicht, während dieses neueste Prequel diese Sucht nicht thematisiert. Stattdessen wird Melena dargestellt, wie sie Pinlobble-Blätter lediglich zur Linderung von Geburtsschmerzen verwendet.Maguire lehnt sich jedoch an die Interpretation des Musicals bezüglich Melenas sexueller Beziehungen an und bezeichnet sie als „Hure“, die in unerlaubte Affären verwickelt ist. Obwohl sie weniger problematisch wirkt als im Originalroman, steht sie ihrem musikalischen Gegenstück nicht ganz auf der gleichen Wellenlänge. Sie wird stets als nachlässige Mutter und Ehefrau dargestellt.
Herausforderungen bei der Etablierung von Melenas Charakter in Elphie
Untersuchung von Inkonsistenzen, die das Franchise komplizieren

Insgesamt scheint es Elphie: A Wicked Childhood schwer zu fallen, Melenas Charakter zu definieren. Maguire versucht, die distanzierte Familiendynamik von Elphaba aufrechtzuerhalten, was zu einer wiederholten Darstellung von Melenas und Frexspars Vernachlässigung führt, wenn auch etwas abgeschwächt im Vergleich zu früheren Erzählungen. Maguire verwirft zwar einige der früheren prägenden Charakterzüge von Elphabas Mutter, schafft es aber auch nicht, die Darstellung des Musicals vollständig zu übernehmen. Wie verschiedene Elemente in diesem Prequel veranschaulicht Melenas Charakter die Spannungen zwischen beiden Interpretationen von „Wicked“ und verkompliziert das Franchise als Ganzes zusätzlich.
Schreibe einen Kommentar