Wie man den Unterschied zwischen Thunderbolt 3 und USB-C versteht
Sich in all diesen Anschlüssen und Verbindungen zurechtzufinden, kann ganz schön nervig sein, besonders beim Kauf eines neuen Laptops oder Zubehörs. Begriffe wie USB 2.0, USB 3.0, USB 4, USB Typ-C, Thunderbolt und all die Varianten können einen schon mal verwirren. Und natürlich sehen sie sich alle ziemlich ähnlich, was die Sache nicht einfacher macht. Es ist ziemlich frustrierend, aber wenn man ein neueres MacBook Pro oder einen Windows-Rechner hat, konzentriert man sich wahrscheinlich hauptsächlich auf Thunderbolt 3 und USB-C, da diese mittlerweile die gängigsten Anschlüsse sind.
In diesem Abschnitt erklären wir die wichtigsten Unterschiede zwischen Thunderbolt 3 und USB Typ-C (kurz: USB-C).Dieses Wissen hilft Ihnen, den richtigen Anschluss oder das passende Kabel auszuwählen und Fehlkäufe zu vermeiden. Fehlkäufe können nämlich ärgerlich sein, da Doppelungen häufig vorkommen und die Beschriftung nicht immer eindeutig ist. Wenn Sie wissen, was die einzelnen Anschlüsse leisten, treffen Sie die richtige Wahl für Ihre technischen Geräte – und sparen vielleicht sogar Geld.
Was ist Thunderbolt 3?
Die Thunderbolt-Schnittstelle wurde von Intel und Apple – einem echten Tech-Power-Paar – entwickelt. Anfangs wurde sie nur von Macs unterstützt, doch Thunderbolt 3 wurde weiterentwickelt und ist nun auch mit USB-C-Anschlüssen kompatibel. Daher hat der Anschluss die gleiche Form. Im Prinzip ist Thunderbolt 3 wie USB-C, nur deutlich leistungsstärker – sozusagen USB-C auf Steroiden.
Warum Thunderbolt 3 ein Geschwindigkeitsdämon ist
Der Hauptgrund, sich für Thunderbolt 3 zu interessieren, ist die Geschwindigkeit. Es erreicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 40 Gbit/s – schnell genug, um riesige Dateien zu übertragen oder hochauflösende Videos zu streamen. Aber, und das ist ein entscheidender Punkt, Sie benötigen ein spezielles Thunderbolt-3-Kabel (nicht irgendein USB-C-Kabel), das an einen Thunderbolt-Anschluss angeschlossen ist, um diese Geschwindigkeiten zu erreichen. Normale USB-C-Kabel reichen nicht aus, selbst wenn sie bestimmte Protokolle unterstützen. Hier gilt: Aufpassen ist wichtig!
Bei manchen Systemen macht sich dieser Geschwindigkeitsschub besonders beim Spielen oder Bearbeiten von Videos bemerkbar – Peripheriegeräte reagieren schneller und Arbeitsabläufe laufen flüssiger. Aber Vorsicht: Manchmal tritt die Geschwindigkeitssteigerung nicht sofort ein, oder nach einem Neustart hakt es kurzzeitig. Seltsam, aber es kommt vor.
Wie vielseitig Thunderbolt 3 wirklich ist
Dieser Anschluss ist nicht nur schnell, sondern auch flexibel. Sie können externe NVMe-SSDs für blitzschnelle Datenübertragung anschließen, mehrere hochauflösende Monitore verbinden oder sogar den HDMI-/DisplayPort-Anschluss Ihres Monitors durch ein Thunderbolt-3-Kabel ersetzen. Dank hoher Übertragungsraten ist die Reihenschaltung mehrerer Geräte keine Zukunftsmusik mehr. Apples Einführung hat natürlich dazu beigetragen, den Kabelsalat zu reduzieren, und Windows-Nutzer ziehen nach.
Ein weiterer Vorteil von Thunderbolt 3 ist die Möglichkeit, Geräte mit bis zu 100 W Leistung zu laden. So können Sie Ihren Laptop oder Ihr Mobilgerät während des Ladevorgangs aufladen. Unterstützt Ihr Gerät keine Power Delivery, sind Sie möglicherweise auf 15 W beschränkt, was aber nicht viel ist.
Warum Thunderbolt 3 Geräte aufladen kann
Das ist echt praktisch – dieser Anschluss kann alles mit Strom versorgen, vom Laptop bis zum Smartphone. Aber Achtung: Sie benötigen ein kompatibles Kabel und ein Gerät, das Power Delivery unterstützt. Beispielsweise lädt ein Thunderbolt-Anschluss mit einem Thunderbolt-Kabel am schnellsten, im Vergleich zu einem Standard-USB-C-Anschluss, der möglicherweise weniger Leistung liefert. Sehr praktisch, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz aufräumen und Kabel reduzieren möchten.
Was ist USB-C?
Während alle über Thunderbolt sprechen, ist USB-C nach wie vor weit verbreitet. Es ist der neueste USB-Standard und kann im Gegensatz zum alten USB-A sowohl Daten übertragen als auch Strom liefern. Aufgrund seiner Form und Größe wird er oft mit Micro-USB verwechselt, ist aber größer und muss zum Anschließen nicht umgedreht werden – er ist beidseitig verwendbar, ein kleines, aber wichtiges Detail.
USB-C-Übertragungsgeschwindigkeiten
USB-C kann zwar immer noch ordentliche Daten übertragen, ist aber in puncto Geschwindigkeit so etwas wie der kleine Bruder von Thunderbolt 3. Die typischen Geschwindigkeiten eines USB-C-Anschlusses hängen vom unterstützten Standard ab. Zum Beispiel:
- USB 3.1 Gen 1: max.5 Gbit/s, was für einfache Anwendungen ausreicht.
- USB 3.1 Gen 2: Überträgt bis zu 10 Gbit/s, besser geeignet für die Übertragung großer Dateien.
- USB 3.2: Mit dem richtigen Kabel und Anschluss sind Übertragungsraten von bis zu 20 Gbit/s möglich.
Die Flexibilität (oder deren Fehlen) von USB-C
Dieser Anschluss ermöglicht den Anschluss externer Monitore, Festplatten, Ladegeräte und sogar Dockingstationen. Allerdings ist er nicht ganz so schnell und leistungsfähig wie Thunderbolt 3, insbesondere bei hochauflösenden Displays mit höheren Bildwiederholraten oder der Reihenschaltung mehrerer Monitore. Für die meisten alltäglichen Aufgaben, wie z. B.4K mit 60 Hz oder den Anschluss einiger Peripheriegeräte, ist er jedoch völlig ausreichend.
Die meisten modernen externen Festplatten und Dockingstationen unterstützen USB-C ausreichend, und es handelt sich um eine gängige Ein-Kabel-Lösung.
USB-C-Ladefunktionen
Ähnlich wie Thunderbolt kann USB-C bis zu 100 W Leistung liefern, sofern sowohl Gerät als auch Anschluss Power Delivery unterstützen. Das reicht aus, um Laptops, Tablets, Smartphones und mehr sicher zu laden. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass die tatsächliche Ladeleistung vom verwendeten Anschluss und Kabel abhängt. Beispielsweise kann ein Thunderbolt-Anschluss im Vergleich zu einem herkömmlichen USB-A-Anschluss mit USB-C-Aufrüstung potenziell schneller laden.
So erkennen Sie den Unterschied zwischen Thunderbolt 3- und USB-C-Anschlüssen
Hier liegt das Problem: Beide Anschlüsse sehen identisch aus, und manche Hersteller verzichten ganz auf eine Beschriftung. Manchmal ist ein Symbol zu sehen, manchmal nicht; bei einigen MacBook Pros hat Apple beispielsweise das Thunderbolt-Blitzsymbol weggelassen, sodass es nicht sofort ersichtlich ist. Dasselbe gilt für manche Windows-Laptops mit verschiedenen Anschlüssen, die aber nicht eindeutig beschriftet sind.
Am besten prüfen Sie die Dokumentation, das Datenblatt oder die Verpackung. Bei Thunderbolt 3 ist das Kabel oder der Anschluss oft mit einem kleinen Blitzsymbol gekennzeichnet oder explizit mit „Thunderbolt“ beschriftet. Nicht jedes USB-C-Kabel unterstützt Thunderbolt; manche sind einfach nur normale USB-C-Kabel. Gehen Sie also nicht davon aus, dass ein Anschluss Thunderbolt-kompatibel ist, nur weil er so aussieht.
Welcher Stecker gewinnt?
Es kommt darauf an, was Ihnen wichtiger ist. Wenn Geschwindigkeit das A und O ist, ist Thunderbolt 3 klar im Vorteil – mit 40 Gbit/s übertrifft es USB-C deutlich. Allerdings ist es teurer, und kompatible Geräte sind in der Regel kostspieliger. Benötigen Sie lediglich eine solide Leistung für alltägliche Aufgaben wie externe Festplatten und zum Laden, ist USB-C ausreichend und günstiger. Beide Standards werden voraussichtlich auch in einigen Jahren noch verfügbar sein. Daher sollten Sie sich vor einer Investition genau überlegen, welche Anforderungen Ihr System stellt.
Hoffentlich hilft das, die Sache etwas zu klären, damit du nicht planlos in den Elektronikladen gehst und den falschen Anschluss oder das falsche Kabel kaufst. Es klingt vielleicht komisch, aber die Details zu verstehen, kann einem viel Ärger ersparen – glaub mir.
Zusammenfassung
- Thunderbolt 3 = superschnell, vielseitig und mit der Möglichkeit zur Reihenschaltung von Geräten.
- USB-C = flexibel, unterstützt Strom- und Datenübertragung, ist aber im Allgemeinen langsamer als Thunderbolt 3.
- Beide sehen gleich aus, aber Beschriftungen und Symbole können helfen, sie zu unterscheiden – oder man schaut einfach in der Dokumentation nach.
- Entscheiden Sie sich je nach Ihren Bedürfnissen: Geschwindigkeit für Dateiübertragungen/Videobearbeitung oder allgemeine Nutzung und Stromversorgung.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verständnis der Anschlüsse die halbe Miete ist. Thunderbolt 3 ist zwar leistungsstark, aber oft teurer, während USB-C verbreiteter ist und für die meisten Anwendungen ausreicht. Wenn Sie wissen, was Sie tatsächlich benötigen und was Ihre Geräte unterstützen, wird das Packen und Aufrüsten deutlich einfacher. Achten Sie einfach auf die Beschriftungen und technischen Daten, dann sind Sie bestens gerüstet.
Ich drücke die Daumen, dass es hilft, und viel Glück bei der Suche nach dem richtigen Anschluss oder Kabel, ohne jeden Schritt in Frage zu stellen!
Ähnliche Artikel
War dieser Artikel hilfreich?