Wie man den Unterschied zwischen USB 3 und USB-C versteht
Sich mit USB-Standards und -Anschlüssen auseinanderzusetzen, kann ganz schön nervenaufreibend sein, vor allem, wenn die ganze Branche scheinbar alles nur noch komplizierter macht. Manchmal hat man den Eindruck, das USB-IF (USB Implementers Forum) macht es einem absichtlich schwerer, den Überblick über die Kompatibilität zu behalten. Wer schon mal panisch ein Kabel eingesteckt hat und dann feststellte, dass es nicht richtig passt, kennt das Problem mit den ganzen verwirrenden Begriffen. Das Chaos wird noch größer, wenn man sich mit Geschwindigkeiten, Anschlüssen und neuen Standards beschäftigt. Vielleicht hat man ein Gerät gekauft und erwartet, dass es blitzschnell ist, weil USB 3.2 draufsteht, nur um dann festzustellen, dass es selbst an einem älteren Anschluss immer noch langsam lädt. Oder man kauft ein schickes neues USB-C-Kabel, das aber nur USB 2.0-Geschwindigkeit bietet. Versuchen wir also, das Ganze etwas zu entwirren, insbesondere den Unterschied zwischen USB 3.0 und USB Typ-C und was man wirklich wissen muss, um in Zukunft nicht wieder das falsche Kabel zu kaufen. Es lohnt sich, denn wer gut informiert ist, kann sich auf lange Sicht Frust und Geld sparen.
Wie man den Unterschied zwischen USB 3.0 und USB Typ-C versteht
Warum es wichtig ist: Warum es hilft, den Unterschied zu kennen
- Wenn Ihr Gerät nicht schnell genug ist oder keine ordnungsgemäße Verbindung herstellt, kann Ihnen das Verständnis der technischen Daten den richtigen Weg weisen.
- Das hilft, den Kauf von Kabeln oder Adaptern zu vermeiden, die Ihre Anforderungen nicht erfüllen. Beispielsweise benötigen Sie kein USB-2.0-Kabel, wenn Sie eine schnelle Datenübertragung benötigen.
- Erklärt, welche Anschlüsse Ihr Laptop oder Ihr Telefon tatsächlich hat und wozu diese fähig sind.
Was hat es mit USB 3.0 auf sich?
USB 3.0 ist ein Standard – im Grunde ein Protokoll für die Datenübertragungsgeschwindigkeit über ein USB-Kabel oder einen USB-Anschluss. Man kann es sich wie eine Autobahn vorstellen: USB 3.0 ist die Schnellspur mit Geschwindigkeiten von bis zu 5 Gbit/s. Es wurde auch als USB 3.1 Gen 1 und USB 3.2 Gen 1×1 bezeichnet, aber für die meisten praktischen Anwendungen sind sie im Wesentlichen identisch. Heutzutage hat ein typischer USB-3.0-Anschluss neun Pins – zumindest theoretisch – und meistens findet man im Inneren des Anschlusses eine blaue Kunststoffabdeckung, die auf die höhere Übertragungsgeschwindigkeit hinweist.
Nachfolger und Geschwindigkeits-Upgrades
USB 3.1 Gen 2 und USB 3.2 Gen 2×1 verdoppeln diese Geschwindigkeit auf 10 Gbit/s, und USB 3.2 Gen 2×2 erreicht sogar 20 Gbit/s. USB4 ist auf dem Vormarsch und verspricht noch höhere Geschwindigkeiten und mehr Funktionen, ist aber noch nicht flächendeckend verfügbar.
Bei mancher älterer Hardware findet man die Bezeichnung USB 3.1 oder USB 3.2, aber in der Regel unterstützen sie ähnliche Geschwindigkeiten – achten Sie einfach auf die tatsächlichen Spezifikationen von Anschluss und Kabel.
So erkennen Sie, ob Ihr USB-Anschluss oder Ihr Kabel USB 3.0 oder besser ist
Wenn das Kabel oder der Anschluss neun Pins und bläuliches Plastik im Inneren hat, ist das ein gutes Zeichen. Auch Kennzeichnungen wie „SS“ (SuperSpeed) neben dem USB-Symbol oder „SuperSpeed USB“ weisen in der Regel auf USB 3.x-Unterstützung hin. Nur weil der Anschluss wie ein normaler USB-A-Anschluss aussieht, heißt das nicht, dass er schnell ist.Überprüfen Sie daher gegebenenfalls die technischen Daten Ihres Geräts. Manchmal können kleine Details wie die Farbe oder die Beschriftung ein Hinweis sein, aber verlassen Sie sich nicht blind darauf. Am besten prüfen Sie die Dokumentation oder die Systeminformationen Ihres Geräts.
Und wie sieht es mit USB Typ-C aus?
USB-C ist nicht nur eine Form – es ist ein reversibler und schlankerer Stecker als die herkömmlichen USB-A- oder USB-B-Stecker. Praktisch: Man kann ihn nicht falsch herum einstecken – etwas ungewöhnlich, aber praktisch! Es kommt also auf die Form an, nicht auf die Geschwindigkeit. Manche USB-C-Kabel unterstützen nur USB 2.0, andere hingegen die vollen 10 Gbit/s plus Stromversorgung. Denn USB-C-Anschlüsse sind vielseitig: Sie können schnelle Daten übertragen, Geräte mit Strom versorgen oder sogar Videos direkt an einen Monitor ausgeben (ähnlich wie DisplayPort oder HDMI).Wichtig: Nicht jedes USB-C-Kabel unterstützt alle Funktionen. Wenn Sie Ihren Laptop laden oder einen externen Bildschirm anschließen möchten, achten Sie darauf, dass das Kabel diese Funktionen unterstützt.
Wird USB-C alle alten USB-Anschlüsse ersetzen?
Letztendlich ja. USB-A ist zwar immer noch der Standard für die meisten älteren Geräte – Tastaturen, USB-Sticks usw.–, aber USB-C ist eindeutig die Zukunft. Unternehmen wie Apple setzen bei ihren neueren Macs komplett auf USB-C, und Android-Smartphones nutzen USB-C schon seit Jahren. Die gute Nachricht: Dank Abwärtskompatibilität lassen sich ältere Zubehörteile in den meisten Fällen mit Adaptern weiterhin verwenden, sodass niemand auf der Strecke bleibt. Trotzdem ist es ratsam, Kabel und Geräte zu kaufen, die diese neueren Standards unterstützen, um für die Zukunft gerüstet zu sein, selbst wenn das bedeutet, einige Geräte aufzurüsten.
Was zum Teufel ist Thunderbolt?
Thunderbolt ist die Ferrari-Version von USB – superschnell, extrem leistungsstark, aber auch teurer. Die Technologie stammt von Apple und Intel und ist in einigen High-End-Macs und Thunderbolt-kompatiblen PCs verfügbar. Intels Antwort darauf sind die deutlich höheren Geschwindigkeiten von USB: Thunderbolt 3 und 4 bieten Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gbit/s! Damit lassen sich ganze 4K-Videoprojekte in Sekundenschnelle übertragen. Wenn Sie einen Anschluss mit einem Blitzsymbol sehen, handelt es sich um einen Thunderbolt-Anschluss. Die Verwendung von Thunderbolt-Peripheriegeräten kann die Leistung spürbar verbessern – insbesondere bei großen Dateien oder Videobearbeitung. Beachten Sie jedoch, dass nicht jedes Gerät Thunderbolt unterstützt und die Geräte in der Regel teurer sind als herkömmliche USB-Geräte.
USB-Fachbegriffe: Was bedeutet das alles?
Ehrlich gesagt, ist die Sache etwas kompliziert. USB 3 und USB-C sind nicht dasselbe. USB 3 bezieht sich auf die Geschwindigkeit, USB-C auf die Steckerform. Es gibt USB 3.0 über USB-C und USB 3.2 über USB-A. Der Kauf des neuesten Standards und Anschlusstyps sorgt in der Regel für zukunftssichere Systeme. Gehen Sie aber nicht davon aus, dass ein USB-C-Kabel automatisch hohe Übertragungsgeschwindigkeiten oder eine zuverlässige Stromversorgung unterstützt – überprüfen Sie immer die technischen Daten. Kurz gesagt: Wenn Sie die wichtigsten Unterschiede kennen, können Sie sich viel Ärger und Enttäuschung ersparen, falls Ihr neues Gerät nicht richtig funktioniert.
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