Wie man den Windows-Anmeldeinformationsmanager versteht
Die Verwaltung von Passwörtern und Anmeldeinformationen kann schnell lästig werden, insbesondere wenn der Windows-eigene Anmeldeinformationsmanager nicht wie gewünscht funktioniert oder plötzlich ausfällt. Er soll eigentlich eine einfache, integrierte Möglichkeit bieten, Passwörter für Websites, Netzwerkfreigaben oder Apps zu speichern, doch manchmal ist er unzuverlässig oder weigert sich einfach, die Informationen korrekt zu speichern oder anzuzeigen – was äußerst frustrierend ist. Falls Sie mit Ihrem Latein am Ende sind und ihn nicht mehr zum Laufen bringen wollen, finden Sie hier einige bewährte Tipps, die Ihnen vielleicht helfen können. Wir können zwar nichts versprechen, aber diese Methoden haben bei einigen Systemen funktioniert, bei denen der Anmeldeinformationsmanager einfach nicht mehr richtig funktionierte.
So beheben Sie Probleme mit dem Windows-Anmeldeinformationsmanager
Lösung 1: Starten Sie den Anmeldeinformationsverwaltungsdienst neu.
Manchmal braucht der Dienst zur Verwaltung von Anmeldeinformationen nur einen kurzen Neustart. Das ist der Fall, wenn Sie feststellen, dass der Anmeldeinformationsmanager neue Anmeldeinformationen nicht speichert oder gespeicherte Anmeldeinformationen nicht korrekt anzeigt. Ein Neustart kann kleinere Probleme beheben.Öffnen Sie dazu das Fenster „Dienste“ – geben Sie „services.msc“ in das Suchfeld des Startmenüs ein und drücken Sie die Eingabetaste Enter. Suchen Sie nach „Anmeldeinformationsmanager“, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Neu starten“. Hinweis: Auf manchen Rechnern behebt dies das Problem möglicherweise nicht sofort, ist aber ein guter erster Schritt. Manchmal hilft ein anschließender Neustart des Computers.
Lösung 2: Beschädigte Anmeldeinformationen löschen und erneut hinzufügen
Wenn der Anmeldeinformationsmanager Ihre Passwörter zu verbergen scheint oder das Speichern neuer Passwörter verweigert, könnten die gespeicherten Anmeldeinformationen beschädigt sein. Dies tritt häufig nach Windows-Updates oder unerwarteten Systemabstürzen auf.Öffnen Sie den Anmeldeinformationsmanager (über die Startmenü-Suche oder Systemsteuerung > Benutzerkonten > Anmeldeinformationsmanager ) und wechseln Sie zum entsprechenden Tab ( Web-Anmeldeinformationen oder Windows-Anmeldeinformationen ).Wählen Sie die fehlerhaften Einträge aus und klicken Sie auf „Entfernen“. Sichern Sie vorher die Anmeldeinformationen an einem sicheren Ort, da Sie diese später manuell neu eingeben müssen. Testen Sie nach der Bereinigung das Speichern neuer Anmeldeinformationen, um zu prüfen, ob diese funktionieren. Im Grunde geht es darum, die Anmeldeinformationen zurückzusetzen, die möglicherweise Konflikte oder Probleme verursachen.
Lösung 3: Zurücksetzen des Anmeldeinformationsverwaltungscache über PowerShell
Hier ist eine etwas technischere, aber effektive Methode. Manchmal lassen sich beschädigte Einträge durch direktes Löschen des Cache entfernen.Öffnen Sie PowerShell als Administrator (klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Startmenü und wählen Sie „ Windows PowerShell (Administrator)“ ) und führen Sie dann folgenden Befehl aus:
Get-ChildItem "$env:LOCALAPPDATA\Microsoft\Credentials" | Remove-Item -Recurse
Dieser Befehl löscht die zwischengespeicherten Anmeldeinformationsdateien. Beachten Sie jedoch, dass dies keine hundertprozentige Lösung ist und Anmeldeinformationen, die in der Cloud gespeichert oder mit Ihrem Microsoft-Konto verknüpft sind, möglicherweise nicht betroffen sind. Dennoch ist es einen Versuch wert, falls die üblichen Optionen über die Benutzeroberfläche nicht zum gewünschten Ergebnis führen.
Lösung 4: Windows Update und Systemdateien überprüfen
Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Falls der Anmeldeinformationsmanager nach einem Update nicht richtig funktioniert, kann es helfen, Windows auf dem neuesten Stand zu halten oder Systemdateien zu reparieren. Führen Sie sfc /scannowdazu die Eingabeaufforderung oder PowerShell als Administrator aus. Dadurch werden beschädigte Systemdateien, die möglicherweise die Ursache für Probleme sind, gescannt und repariert. Geben Sie dazu „cmd“ ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Als Administrator ausführen“. Geben Sie anschließend Folgendes ein:
sfc /scannow
Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob der Anmeldeinformationsmanager wieder normal funktioniert. Das ist zwar etwas umständlich, aber Windows-Probleme sind manchmal tief in den Systemdateien verborgen, daher ist es einen Versuch wert.
Wenn alles andere fehlschlägt
Wenn keine der oben genannten Maßnahmen das Problem behebt, sollten Sie erwägen, den Windows-Anmeldeinformationsmanager durch einen Passwortmanager eines Drittanbieters zu ersetzen oder zu ergänzen. Tools wie LastPass, 1Password oder KeePass sind zuverlässiger für die sichere Verwaltung von Passwörtern und bieten in der Regel mehr Funktionen sowie eine einfachere Fehlerbehebung. Beachten Sie außerdem, dass der Windows-Anmeldeinformationsmanager nicht die sicherste Option darstellt, wenn jemand Administratorrechte auf Ihren Computer erlangt. Wenn Sicherheit für Sie Priorität hat, sind Drittanbieterlösungen daher langfristig möglicherweise die bessere Wahl.
Hoffentlich helfen diese Tricks, den Credential Manager wieder in Gang zu bringen. Denn letztendlich ist ein funktionierendes Passwort-Tool unerlässlich, um alles sicher zu halten, ohne in einem Meer von Notizzetteln oder klebrigen Fingern zu ertrinken.
Zusammenfassung
- Starten Sie den Anmeldeinformationsverwaltungsdienst über services.msc neu.
- Beschädigte Anmeldeinformationen löschen und manuell neu eingeben
- Versuchen Sie, den Cache mit PowerShell zu leeren.
- Führen Sie dieses Skript aus
sfc /scannow, um Systemdateiprobleme zu beheben. - Wenn alles andere fehlschlägt, sollten Sie einen Passwortmanager eines Drittanbieters in Betracht ziehen.
Zusammenfassung
Denken Sie daran, dass der Anmeldeinformationsmanager nicht immer fehlerfrei ist und Windows manchmal Probleme mit gespeicherten Passwörtern hat. Diese Lösungsansätze funktionieren zwar nicht immer, sind aber unkompliziert und einen Versuch wert, bevor Sie sich mit komplexeren Lösungsansätzen befassen. Wenn Ihre Anmeldeinformationen dadurch endlich funktionieren, ist das ein Erfolg. Falls nicht, sollten Sie sich vielleicht nach einem Anmeldeinformationsmanager eines Drittanbieters umsehen, um mehr Sicherheit zu haben. Hoffentlich hilft dies jemandem, Zeit und Ärger zu sparen.
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