Wie man ein potenziell unerwünschtes Programm (PUP) erkennt
Unerwünschte Programme (PUPs) auf dem System sind lästig, vor allem, weil sie sich meist unbemerkt einschleichen. Sie sind zwar in der Regel keine Schadsoftware, können aber so störend sein, dass sie den Computer verlangsamen, den Browser mit Werbung überfluten oder sogar die Einstellungen manipulieren. Das Schlimmste daran ist, dass die meisten von uns bei Installationen einfach blind auf „Weiter“ klicken, sodass sich diese Programme unbemerkt einschleichen. Die gute Nachricht: Die Entfernung ist kein Hexenwerk, erfordert aber etwas Fachwissen, insbesondere bei hartnäckigen Browser-Hijackern oder heimtückischer Adware.
So beheben Sie PUPs und halten Ihr System sauber
Methode 1: Malware-Entfernungstools verwenden (Da die manuelle Entfernung ein Albtraum sein kann)
Wenn nach der Installation einer Software Probleme auftreten oder Ihr Browser sich ungewöhnlich verhält, empfiehlt sich als erster Schritt ein gründlicher Anti-Malware-Scan. Nicht alle Antivirenprogramme sind gleich gut – manche übersehen die subtileren potenziell unerwünschten Programme (PUPs), insbesondere Browser-Hijacker. Malwarebytes (die kostenlose Version eignet sich gut für einen schnellen Scan) ist unter Windows und Mac sehr zuverlässig. Laden Sie es von der Malwarebytes-Website herunter. Führen Sie einen vollständigen Scan durch. Das Programm sollte alle unerwünschten Programme erkennen und Ihnen ermöglichen, diese in Quarantäne zu verschieben oder zu löschen. Manchmal sind diese PUPs hartnäckig und benötigen mehrere Scans oder ein bis zwei Neustarts, um vollständig zu verschwinden. Ziehen Sie außerdem Tools wie AdwCleaner (ebenfalls von Malwarebytes) in Betracht, wenn Sie gezielt Adware oder Browser-Hijacker entfernen möchten.
Methode 2: Browsererweiterungen manuell deinstallieren und entfernen
Bei einer Konfiguration funktionierte es, bei einer anderen eher weniger. Falls es sich bei dem potenziell unerwünschten Programm (PUP) nur um eine Browsererweiterung oder Symbolleiste handelt, gehen Sie wie folgt vor, um es zu entfernen: Öffnen Sie die Einstellungen für Erweiterungen oder Add-ons Ihres Browsers. Bei Chrome geben Sie chrome://extensions/ ein. Bei Firefox besuchen Sie about:addons. Bei Edge gehen Sie zu edge://extensions/. Deaktivieren oder entfernen Sie alle verdächtigen Erweiterungen. Manchmal versteckt sich die Erweiterung hinter einem ungewöhnlichen Namen. Achten Sie daher auf alles, was Ihnen unbekannt ist oder was Sie nicht selbst installiert haben. Falls erforderlich, setzen Sie Ihre Startseite und Standardsuchmaschine auf Google oder Ihre bevorzugte Suchmaschine zurück und löschen Sie Cookies und Cache, um Weiterleitungen zu verhindern.
Methode 3: Vom System deinstallieren und bereinigen
Nachdem Sie die Browserprobleme behoben haben, gehen Sie unter Windows zu Systemsteuerung > Programme > Programm deinstallieren. Unter macOS ziehen Sie die App aus dem Ordner „Programme“ in den Papierkorb. Achten Sie auf unbekannte Programme oder solche, die nach der Installation anderer kostenloser Apps auftauchen. Manchmal verfügen potenziell unerwünschte Programme (PUPs) über eigene Deinstallationsroutinen, oft funktioniert aber auch die Standarddeinstallation problemlos. Führen Sie nach der Deinstallation zur Sicherheit einen zweiten Scan mit Malwarebytes oder Ihrer bevorzugten Anti-Malware-Software durch.
Methode 4: Hartnäckige Hijacker mit speziellen Entfernungstools bekämpfen
Wenn Ihr Browser ständig auf andere Seiten weiterleitet oder Ihre Startseite sich hartnäckig weigert, zurückzusetzen, handelt es sich wahrscheinlich um einen Browser-Hijacker. Einige davon erfordern spezielle Entfernungstools. Besuchen Sie die Website des Softwareherstellers; größere Anbieter wie McAfee bieten oft spezielle Entfernungsprogramme für ihre als potenziell unerwünschte Programme (PUPs) gekennzeichneten Anwendungen an. Auch Foren wie BleepingComputer.com oder die Microsoft Support Community bieten häufig detaillierte Anleitungen zur manuellen Entfernung hartnäckiger Hijacker. Das ist zwar etwas mühsam, aber manchmal die einzige Möglichkeit, Ihren Browser wieder funktionsfähig zu machen.
Und weil Windows es natürlich unnötig kompliziert macht, vergessen Sie nicht, unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Windows-Sicherheit > Viren- und Bedrohungsschutz einen Schnellscan durchzuführen. Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Browser auf dem neuesten Stand und achten Sie genau darauf, worauf Sie klicken – die meisten potenziell unerwünschten Programme (PUPs) leben davon, dass Benutzer Installationsschritte überspringen oder das Kleingedruckte ignorieren.
Wenn es immer noch Probleme gibt, versuchen Sie Folgendes: Starten Sie im abgesicherten Modus (drücken Sie die Taste Shift + Restartund wählen Sie Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starteinstellungen > Neustart, dann abgesicherten Modus).Führen Sie dort Ihre Entfernungstools aus oder löschen Sie verdächtige Dateien manuell. Manchmal sind potenziell unerwünschte Programme (PUPs) hartnäckig und lassen sich nur im abgesicherten Modus entfernen.
Insgesamt kann die Behebung solcher Probleme etwas mühsam sein, aber mit den richtigen Werkzeugen und einer vorsichtigen Vorgehensweise bei der Installation ist es durchaus machbar. Wichtig ist, dass sich die Benutzer gar nicht erst in Sicherheit wiegen – lesen Sie immer genau, worauf Sie klicken, verwenden Sie seriöse Scanner und erstellen Sie Sicherungskopien wichtiger Daten, falls etwas Unerwartetes passiert.
Zusammenfassung
- Führen Sie Malwarebytes oder ähnliche Anti-Malware-Tools aus, um versteckte potenziell unerwünschte Programme (PUPs) aufzuspüren.
- Überprüfen und entfernen Sie Browsererweiterungen mit dem Erweiterungsmanager Ihres Browsers.
- Deinstallieren Sie verdächtige Programme über die Systemsteuerung oder den Ordner „Programme“.
- Bei hartnäckigen Hijackern sollten gegebenenfalls spezielle Entfernungstools oder manuelle Anleitungen verwendet werden.
- Seien Sie bei der Installation von Apps wachsam – lesen Sie alles durch und lehnen Sie zusätzliche Software nach Möglichkeit ab.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Umgang mit potenziell unerwünschten Programmen (PUPs) vor allem Geduld und Vorsicht erfordert. Meistens sind sie zwar lästig und nicht direkt gefährlich, aber sie können einem das Leben mit der Technik definitiv schwer machen. Regelmäßige Scans und vorsichtige Installationspraktiken sind der beste Schutz. Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden Zeit, und der PC bleibt von nun an schön sauber.
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