Wie man Gruppenrichtlinienaktualisierungen effektiv beschleunigt
Die Verwaltung von Gruppenrichtlinien kann manchmal etwas knifflig sein. Ob Sie nach Änderungen eine Richtlinienaktualisierung erzwingen oder einfach nur die Aktualisierung im Netzwerk beschleunigen möchten – zu wissen, wie Sie diese Aktualisierungen manuell auslösen, kann Ihnen viel Ärger ersparen. Manchmal sind automatische Aktualisierungen langsam, oder die Richtlinien werden nicht sofort übernommen, insbesondere nach Serveränderungen oder Systemanpassungen. Daher finden Sie hier eine kurze Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, Gruppenrichtlinien schneller zu implementieren – ohne darauf warten zu müssen, dass die Aktualisierung von selbst erfolgt.
Diese Methoden sind hilfreich, egal ob Sie direkt am Rechner sitzen oder ihn remote verwalten. Sie können auch bei der Fehlerbehebung helfen, wenn Richtlinien nicht synchronisiert sind oder gar nicht angewendet werden. Beachten Sie jedoch, dass einige Schritte Administratorrechte und die Ausführung der entsprechenden Dienste erfordern (Hallo, Aufgabenplanung!).Für die domänenweite Verteilung stehen Ihnen neben der Befehlszeile auch andere Optionen zur Verfügung, beispielsweise die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole (GPMC).Denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen.
So erzwingen Sie Gruppenrichtlinienaktualisierungen in Windows
Verwendung der Befehlszeile mit gpupdate
Dies ist wahrscheinlich die einfachste Methode, Ihre Gruppenrichtlinien schnell zu aktualisieren, insbesondere wenn Sie am Desktop arbeiten oder remote verbunden sind. Der Befehl gpupdateerzwingt eine Aktualisierung aller Richtlinien, und die Option `–refresh` /forcestellt sicher, dass alles erneut angewendet wird, selbst die unveränderten – etwas übertrieben, aber manchmal notwendig. Bei einer Konfiguration funktionierte es sofort, bei einer anderen… eher weniger. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie den Befehl mehrmals ausführen oder den Computer neu starten müssen.
Denken Sie daran: gpupdateDer Befehl aktualisiert standardmäßig sowohl Benutzer- als auch Computerrichtlinien, Sie können aber auch nur eine davon auswählen. Hier eine kurze Übersicht:
- /Target:{computers | users} — Gibt an, ob nur Computer- oder Benutzereinstellungen aktualisiert werden sollen. Standardmäßig werden beide aktualisiert, wenn dieser Schalter weggelassen wird.
- /Boot — Weist Windows an, bei Bedarf aufgrund einer Richtlinienänderung automatisch neu zu starten, um sicherzustellen, dass alle Änderungen sauber angewendet werden.
- /Logoff — Meldet den aktuellen Benutzer ab, falls dies für die Wirksamkeit von Richtlinienänderungen erforderlich ist. Das ist zwar etwas ärgerlich, aber manchmal unvermeidbar.
Der vollständige Befehl könnte also folgendermaßen aussehen:
gpupdate /force /target:computer /boot
oder einfach:
gpupdate /force
Profi-Tipp: Sie können dies direkt über die Eingabeaufforderung oder PowerShell ausführen. Und hier ist ein praktischer Link zu allen Parametern: Microsofts Dokumentation.
Anwendung von Gruppenrichtlinien aus der Ferne mit GP Management
Wenn Sie eine ganze Domäne verwalten, ist es praktisch, Aktualisierungen remote durchzuführen, anstatt jeden einzelnen Rechner manuell zu bearbeiten. Die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) bietet dafür eine nützliche Funktion. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf eine Organisationseinheit (OU), wählen Sie „Gruppenrichtlinienaktualisierung“ aus, und schon wird ein Befehl an alle betroffenen Rechner gesendet. Der Fortschritt wird in einem separaten Fenster angezeigt, sodass Sie sehen können, wie viele Rechner die Aktualisierung erhalten haben. Das ist praktisch, da der Prozess automatisiert wird. Aber Achtung: Auf jedem Rechner werden temporäre Aufgaben in der Windows-Aufgabenplanung erstellt, die aktiviert sein müssen (die entsprechenden Dienste müssen ausgeführt werden), damit die Aktualisierung funktioniert. Wenn Ihre Aufgabenplanung deaktiviert ist, werden die Richtlinien nicht aktualisiert.
Diese Methode protokolliert außerdem die Ergebnisse, die Sie zur Dokumentation oder Fehlerbehebung als CSV-Datei exportieren können. Praktisch, oder? Vergessen Sie aber nicht: Dieser Vorgang läuft gpupdate /forceim Hintergrund ab, daher gelten dieselben Einschränkungen.
Richtlinien auf einem einzelnen Computer mit PowerShell aktualisieren
Wenn Sie lieber mit Skripten arbeiten, kann PowerShell dasselbe wie gpupdate über das Netzwerk erledigen. Der Befehl Invoke-GPUpdateist dabei sehr hilfreich. Allerdings – und das ist etwas umständlich – kann er pro Ausführung nur einen Rechner gleichzeitig verwalten. Wenn Sie also mehrere Systeme aktualisieren möchten, müssen Sie diese in einer Schleife durchlaufen oder ein Skript verwenden.
Hier ein kurzes Beispiel:
Invoke-GPUpdate -Computer RA-TS01.ra.local -Target Computer
Wenn Sie den Parameter „-Zielcomputer“ nicht angeben, werden standardmäßig sowohl Benutzer- als auch Computerrichtlinien aktualisiert – hilfreich, wenn Sie alles auf dem neuesten Stand halten möchten. Denken Sie daran, PowerShell als Administrator auszuführen und sicherzustellen, dass der Windows Update-Dienst und die Aufgabenplanung aktiviert sind; andernfalls passiert nichts.
Auf manchen Rechnern kann es vorkommen, dass das Update zunächst fehlschlägt. Ein Neustart oder eine erneute Ausführung kann helfen, insbesondere wenn Richtlinien hängen geblieben sind oder ein Neustart aussteht. Denn natürlich muss Windows das Ganze unnötig verkomplizieren.
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