Wie Sie Ihre Daten vor unbefugter Nutzung auf LinkedIn schützen
LinkedIn hat sich quasi zur wichtigsten Plattform für Jobsuche und Networking entwickelt, doch mit dem Ausbau der KI-Funktionen wird die Sache etwas undurchsichtig. Man merkt vielleicht, dass die eigenen Daten mehr herumschwirren als erwartet, insbesondere durch neue KI-Funktionen und den Eindruck, die Plattform wolle die Informationen für das Training von Modellen nutzen. Das wirft bei Nutzern die Frage auf: Wie viel Kontrolle haben sie eigentlich über ihre eigenen Daten?
Wenn Sie also Bedenken haben, dass LinkedIn Ihre beruflichen Daten für das KI-Training auswertet, sind Sie nicht allein. Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, einige dieser Informationen privat zu halten. Kurz gesagt: In Ihren Kontoeinstellungen können Sie die Datenschutzoptionen anpassen, um die Verwendung Ihrer Daten einzuschränken. Für besonders Vorsichtige oder Nutzer in Ländern mit strengeren Datenschutzgesetzen gibt es formellere Schritte, wie das Ausfüllen von Widerspruchsformularen oder die Abmeldung von bestimmten Datenschutzrichtlinien. Aber Achtung: Diese Einstellungen sind nicht immer leicht zu finden und werden nach Updates manchmal zurückgesetzt.Überprüfen Sie sie daher regelmäßig.
Wie können Sie verhindern, dass LinkedIn Ihre Daten zum Trainieren seiner KI verwendet?
Passen Sie die Datenschutzeinstellungen an, um sich abzumelden
Das ist der einfachste erste Schritt. Gehen Sie auf LinkedIn zu „Einstellungen & Datenschutz“ – Sie finden diese Option, indem Sie oben rechts auf Ihr Profilsymbol klicken und „Einstellungen & Datenschutz“ auswählen. Navigieren Sie dort zum Abschnitt „Datenschutz“ (möglicherweise müssen Sie etwas scrollen oder auf etwas wie „ Wie LinkedIn Ihre Daten verarbeitet “ klicken ).Suchen Sie die Option „ Daten für generative KI-Verbesserung“. Diese ist normalerweise standardmäßig aktiviert. Deaktivieren Sie sie einfach. Fertig. Dadurch wird verhindert, dass LinkedIn Ihre Daten in seine KI-Trainingspools aufnimmt. Warum diese Option so versteckt ist, ist mir nicht ganz klar, aber das ist im Prinzip der Sinn. Bei manchen Systemen funktioniert diese Einstellung beim ersten Mal nicht, dann aber nach einem Neustart oder einer erneuten Anmeldung. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn es nicht sofort klappt.
Dies ist besonders wichtig, wenn Datenschutz eine große Rolle spielt – wie beispielsweise im EWR oder in der Schweiz, wo gesetzliche Bestimmungen LinkedIn möglicherweise bereits daran hindern, Ihre Daten für KI-Anwendungen zu nutzen. In diesem Fall wird Ihnen die Option zum Deaktivieren Ihrer Daten gar nicht erst angezeigt. In anderen Regionen müssen Sie die Datennutzung jedoch manuell deaktivieren. Beachten Sie außerdem, dass das Aktivieren dieser Option in den Datenschutzeinstellungen in manchen Fällen nicht sofort alle Datennutzungen unterbindet. Es ist zwar ein Anfang, aber die zugrundeliegenden Richtlinien sind recht komplex.
Einspruch gegen Datenschutzrichtlinien einlegen
Wenn Ihnen die Datenschutzeinstellungen nicht ausreichen oder Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, können Sie einen formellen Widerspruch einlegen. LinkedIn bietet ein Formular zum Widerspruch gegen die Datenverarbeitung an – das Ausfüllen ist zwar nicht gerade angenehm, aber es lohnt sich, wenn Sie ausdrücklich darauf bestehen, dass Ihre Daten nicht für das KI-Training verwendet werden. Beachten Sie jedoch, dass diese Formulare nicht immer leicht zu finden sind und die Antworten unterschiedlich ausfallen. Bei einem Konto hat es funktioniert, bei einem anderen warte ich noch auf eine Antwort.
So seltsam es klingen mag, manchmal ist die Kontaktaufnahme mit dem Support oder das Einreichen einer formellen Anfrage der einzige Weg, seinen Wünschen wirklich Nachdruck zu verleihen. Denn natürlich muss LinkedIn es unnötig kompliziert machen, die Datenweitergabe zu blockieren – typisch, oder?
Was macht LinkedIn mit all den gesammelten Daten?
Gute Frage. Im Grunde möchte die Plattform die beruflichen Daten und Aktivitäten der Nutzer in Trainingsmaterial für KI umwandeln. Blake Lawit, der Justiziar, kündigte in den jüngsten Richtlinienaktualisierungen an, dass sie Nutzerinteraktionen, Profilinformationen, Nachrichten – einfach alles, was sie in die Finger bekommen können – erfassen und damit intelligentere KI-Modelle entwickeln, den Feed personalisieren und sogar Unternehmen bessere Einblicke ermöglichen wollen. Ihre Meinungen, Reaktionen und vielleicht sogar Ihre Kommentare könnten also dazu beitragen, die nächste große KI-Funktion zu entwickeln … in den meisten Fällen ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung.
Und falls Sie das schon für übertrieben halten, kommt jetzt der Clou: Sie behalten sich sogar das Recht vor, Ihre Daten so lange zu verwenden, bis Sie Ihre Inhalte aktiv löschen. Hinzu kommt, dass Drittanbieter am Training dieser KI-Modelle beteiligt sein könnten, was die Sache noch undurchsichtiger macht. Kurz gesagt: Sobald Sie sich angemeldet haben, scheinen Ihre Daten Freiwild zu sein. Ob das nun gut oder schlecht ist, sollten Sie sich dessen bewusst sein, insbesondere wenn Ihnen Datenschutz besonders wichtig ist.
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