So erkunden Sie 10 wesentliche Arten des Cloud Computing



Der Begriff „Cloud“ ist manchmal etwas vage, aber die meisten Leute gehen davon aus, dass es sich dabei um Daten handelt, die irgendwo anders gespeichert und über das Internet zugänglich sind. Dennoch gibt es eine ganze Reihe von Cloud-Optionen – nutzen Sie beispielsweise SaaS, IaaS oder mieten Sie einfach einen Remote-PC? Die Verwirrung kann groß sein, insbesondere bei der Fehlerbehebung oder wenn Sie versuchen, herauszufinden, was tatsächlich im Hintergrund passiert. Manchmal funktioniert die Synchronisierung einfach nicht richtig oder der Cloud-Dienst verhält sich nicht wie er sollte. Dann raufen Sie sich die Haare, wenn Sie versuchen, das Setup zu verstehen. Dieser kleine Überblick klärt die wichtigsten Cloud-Typen, erklärt, was sie tatsächlich tun, und gibt einige Tipps, wie Sie sie erkennen, wenn sie Ihren Arbeitsablauf stören.

Die wichtigsten Arten des Cloud Computing

Wenn Sie von „Cloud Computing“ hören, betrachten Sie die verschiedenen Ebenen des Geschehens. Es gibt nicht nur eine Cloud – deshalb ist es hilfreich, die Architektur zu verstehen. SaaS und IaaS werden leicht verwechselt. Hier ist der Kern: Die Architektur definiert, wer für was verantwortlich ist, und das beeinflusst, wie Sie Fehler beheben oder Ihre Arbeit optimieren.

Aus architektonischer Sicht sind dies die wichtigsten Punkte:

1.Infrastruktur als Service (IaaS)

Im Grunde mieten Sie ein komplettes Rechenzentrum in der Cloud. Sie erhalten einen virtuellen Server, Speicher und Netzwerkhardware – vergleichbar mit der Miete einer virtuellen Maschine mit minimalem Funktionsumfang. Sie sind für die Installation und Wartung der Software, Patches und all das verantwortlich. Der Vorteil? Volle Kontrolle über Ihre Umgebung, ohne Server kaufen zu müssen – Sie starten einfach eine VM und los geht‘s. Wenn Sie individuelle Software ausführen oder ein flexibles Setup benötigen, das Sie von Grund auf neu erstellen können, ist IaaS die richtige Wahl.

In manchen Fällen ist es ein Geschenk des Himmels – schnell einsatzbereit, skalierbar und ohne Hardware-Probleme. Wenn Sie sich jedoch noch nicht mit Cloud-Anwendungen auskennen, googeln Sie möglicherweise nach Befehlen wie „ gcloud “ für Google Cloud oder verwenden PowerShell-Befehle für Azure. Rechnen Sie mit etwas Befehlszeilenarbeit und vergessen Sie nicht, Ihre Sicherheitsgruppen und Firewall-Regeln im Azure-Portal oder in der Google Cloud Console zu überprüfen.

2. Plattform als Service (PaaS)

Dieses Tool ist für Entwickler gedacht, die Apps erstellen möchten, ohne sich um das zugrunde liegende Betriebssystem oder die Infrastruktur kümmern zu müssen. Konzentrieren Sie sich einfach auf Ihren Code, der Rest wird erledigt. Stellen Sie sich vor, Sie stellen eine Web-App auf Heroku, Azure App Service oder Google App Engine bereit. Das ist ideal, wenn Sie sich Konfigurationsprobleme und Serververwaltung ersparen möchten.

Es mag etwas seltsam klingen, aber auf manchen Cloud-Plattformen ist nicht einmal eine SSH-Verbindung zum Server erforderlich. Stattdessen laden Sie Code über eine Weboberfläche oder CLI hoch und er wird ausgeführt. Nutzen Sie Tools wie Terraform oder die spezifischen CLI-Tools Ihrer PaaS-Lösung, um Deployments zu verwalten.Profi-Tipp: Prüfen Sie in Ihrem Dashboard, ob Ihr Cloud-Anbieter Continuous Deployment Pipelines unterstützt – das spart viel Aufwand.

3. Software as a Service (SaaS)

Stellen Sie sich das wie die Nutzung von Apps wie Gmail, Office 365 oder Dropbox vor – keine Installation, keine Server-Patches oder Updates auf Ihrer Seite. Sie laufen vollständig in der Cloud, Sie melden sich einfach an und können sie nutzen. Eigentlich unkompliziert, aber genau hier kommt es zu Frustrationen, wenn die Apps ausfallen oder sich Funktionen unerwartet ändern.

Überprüfen Sie bei der Fehlerbehebung die Systemstatusseiten oder die Protokolle der Browserkonsole. Manchmal liegt das Problem nicht bei Ihnen, sondern im Backend des Cloud-Anbieters. Wenn Sie SaaS in einer Unternehmensumgebung nutzen, kann es außerdem schwierig sein, sicherzustellen, dass Ihre Anmeldeberechtigungen oder Domänenrichtlinien korrekt sind.Überprüfen Sie diese daher doppelt, wenn plötzlich etwas nicht mehr funktioniert.

Und Folgendes könnte Ihnen sonst noch begegnen:

4. Ferncomputervermietung

Im Grunde zahlen Sie für den Zugriff auf einen virtuellen Desktop – vergleichbar mit der Miete eines leistungsstarken Remote-PCs, sodass Sie nicht gleich eine ganze Maschine kaufen müssen. Beispielsweise können Sie einen Mac in der Cloud oder eine HPC-Workstation für anspruchsvolle Rendering- oder Berechnungsaufgaben mieten. Sie erhalten eine dedizierte Umgebung und müssen sich nicht um Einrichtung oder Upgrades kümmern, denn darum kümmert sich jemand anderes.

Bei einigen Diensten ist die Verbindung über RDP oder VNC möglich. Stellen Sie daher sicher, dass Ihr Remotedesktop-Client funktioniert. Wenn Sie anspruchsvolle GPU-Renderings durchführen möchten, prüfen Sie außerdem, ob die gemieteten VMs GPU-Passthrough oder virtuelle GPU (vGPU) unterstützen – das kann einen großen Unterschied machen. Manchmal ist ein einfacher Verbindungsfehler die Ursache.Überprüfen Sie daher Ihre VPN- oder Firewall-Einstellungen.

5. Virtuelle Maschinen in der Cloud

Dies ähnelt IaaS, konzentriert sich jedoch stärker auf die Bezahlung eines CPU-/RAM-Blocks in der Cloud, der auf gemeinsam genutzter Hardware gehostet wird – wie die Anmietung eines Teils eines großen Servers. Sie nutzen nahezu Bare Metal, sind aber nicht vollständig dediziert. Dies ist ideal, wenn Sie eine vorhersehbare Leistung benötigen, beispielsweise für den Betrieb von Datenbanken oder Anwendungen, die keine Latenzzeiten verarbeiten können.

Profi-Tipp: Behalten Sie die Netzwerkeinstellungen Ihrer VM im Auge, insbesondere wenn Sie Leistungseinbußen feststellen. Manchmal reicht ein Neustart der VM oder eine Anpassung der Netzwerkschnittstelle aus, um das Problem zu beheben.

6. Native Cloud-Apps und Cloud-optimierte Software

Dabei handelt es sich um Apps, die von Grund auf für die Cloud entwickelt wurden – wie Office 365, Gmail oder Google Docs. Dabei handelt es sich nicht um die Ausführung von Word oder Outlook auf einer VM, sondern um eine vollständig Cloud-native App, die für schnellen Zugriff und Zusammenarbeit konzipiert ist. Sie sind für die Online-Nutzung optimiert und funktionieren daher auch bei schwacher Internetverbindung reibungslos.

Wir drücken die Daumen, dass sie die meiste Zeit einwandfrei funktionieren – es sei denn, es kommt zu einem Dienstausfall. Dann starren Sie auf Bildschirme mit der Meldung „Dienst vorübergehend nicht verfügbar“.Das größte Problem ist manchmal die Browserkompatibilität, die das Erlebnis beeinträchtigt. Versuchen Sie daher immer einen anderen Browser, wenn etwas nicht stimmt.

7. Cloud-Speicheroptionen

Das Speichern von Dateien auf Google Drive, OneDrive, Dropbox oder iCloud ist weit verbreitet. Unterschätzt wird jedoch, wie viel mehr diese Dienste leisten – wie Versionsverlauf, Bearbeitung in der Cloud oder umfassende Suchfunktionen. Wenn Dateien nicht ordnungsgemäß synchronisiert werden, liegt das meist an Netzwerkproblemen oder Kontoberechtigungen. Manchmal hilft es, den Cache zu leeren oder die App zurückzusetzen, manchmal ist jedoch eine erneute Authentifizierung des Kontos erforderlich.

Unter Windows liegen Synchronisierungsprobleme häufig an der Desktop-App. Versuchen Sie daher, die Synchronisierung anzuhalten und anschließend fortzusetzen oder die App komplett neu zu starten.Überprüfen Sie außerdem, ob Ihre Firewall den Synchronisierungsclient blockiert oder Ihr Speicherkontingent ausgeschöpft ist.

8. Soziale Medien und Streaming

Dienste wie Facebook, Instagram oder Streaming-Plattformen wie Spotify und Netflix – technisch gesehen nutzen Sie ständig Cloud Computing. Content Delivery Networks (CDNs) helfen dabei, Videos oder Bilder schnell bereitzustellen. Wenn es jedoch zu Puffer- oder Ladefehlern kommt, liegt dies häufig an Ihrem Internet oder regionalen Problemen und nicht an der Cloud selbst.

Falls das Streaming fehlschlägt, versuchen Sie, eine andere Qualitätseinstellung zu wählen oder Ihren Router neu zu starten. Das ist zwar ärgerlich, aber oft liegt es nur an einem Netzwerkproblem. Puffern kann auch dadurch verursacht werden, dass Ihr Internetanbieter bestimmte Dienste drosselt. Denken Sie daran.

9. Cloud-Gaming und dezentrale Cloud

Wenn Sie Dienste wie GeForce Now oder Xbox Cloud bereits ausprobiert haben, wissen Sie, wie abhängig diese von Ihrer Internetstabilität sind. Geringe Latenz und hohe Bandbreite sind hier entscheidend, da es sonst zu Verzögerungen oder Verbindungsabbrüchen kommt. Bei manchen Konfigurationen müssen Sie Ihren Router optimieren oder Ihre Verbindung so stabil wie möglich halten – kabelgebundene Verbindungen sind hier sehr hilfreich.

Dezentrale Cloud-Dienste sind noch wenig bekannt, versprechen aber mehr Datenschutz – beispielsweise durch die Nutzung von Blockchain zur Datenspeicherung anstelle zentraler Server. Es handelt sich um einen eher experimentellen Bereich, der aber im Auge behalten werden sollte, wenn Datenschutz wichtig ist.

Letztendlich ergeben all diese Cloud-Typen eine Landschaft, die sich ständig verändert. Manchmal ist es schwer zu sagen, was die Ursache für das Problem ist – Netzwerk, Fehlkonfiguration oder Probleme mit dem Cloud-Anbieter. Wenn Sie wissen, mit welcher Cloud-Art Sie es zu tun haben, ist die Fehlerbehebung deutlich weniger frustrierend, auch wenn Sie sich wie ein Dschungel aus Optionen fühlen.



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